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Unsicherheit bremst die Reisepläne für den Herbst

Die Deutschen planen für den Herbst weniger Reisen als vor einem Jahr. 55 Prozent wollen in den kommenden drei Monaten mindestens einmal verreisen, im Herbst 2025 waren es 61 Prozent. Den Wert haben das Deutsche Institut für Tourismusforschung und der Deutsche Tourismusverband ermittelt. Sie führen ihn auf wirtschaftliche Unsicherheit zurück und rechnen mit späteren, preisbewussteren Buchungen.

Der Urlaubsplanungsindex fällt für den Herbst auf 81 Punkte. Im Sommer hatte er noch bei 106 gelegen, im Herbst 2025 bei 100. Für Reisen innerhalb Deutschlands liegt der aktuelle Index bei 80 Punkten, für Auslandsreisen bei 83.

Institutsdirektor Bernd Eisenstein sieht darin vor allem eine Folge der allgemeinen wirtschaftlichen Verunsicherung. Das bedeute aber nicht zwangsläufig, dass die Deutschen auf Urlaub verzichteten. Vielmehr würden Entscheidungen hinausgeschoben und Reisen vorsichtiger geplant.

Kurzfristiger und flexibler

Die Forscher erwarten deshalb mehr kurzfristige Reiseentscheidungen, eine höhere Nachfrage nach flexiblen und stornierbaren Angeboten sowie eine steigende Preissensibilität. Auch die Entwicklung der Kraftstoffpreise und die gesamtwirtschaftliche Lage beeinflussten die Planung.

Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Generationen. Die Urlaubsquote ging bei allen Altersgruppen zurück. Am höchsten liegt sie im Herbst 2026 bei der Generation Z mit 57 Prozent, gefolgt von der Generation Y mit 56 Prozent. Bei der Generation X planen 59 Prozent eine Reise, bei den Babyboomern 54 Prozent.

Der Urlaubsplanungsindex wird viermal jährlich erhoben. Grundlage ist jeweils eine repräsentative Online-Befragung von 1.000 deutschsprachigen Personen zwischen 18 und 79 Jahren in Deutschland zu ihren Reiseabsichten für die kommenden drei Monate.