Weniger Radreisen im vergangenen Jahr
Die aktuelle Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) zeigt, dass die Zahl der Radreisen rückläufig ist. Im Vergleich zu 2023 haben 8,3 Prozent weniger Menschen über mehrere Tage Reisen mit dem Rad unternommen. Auch die Kurzreisen waren weniger gefragt.
Seenland Oder-Spree/Florian_Läufer
Radreiseurlaube sind 2025 weniger gefragt gewesen
2025 machten 4,2 Millionen Menschen 7,6 Millionen Kurzreisen mit dem Rad – gemeint sind damit Radreisen mit ein bis zwei Übernachtungen. Im Jahr 2023 waren es noch 5 Millionen. 3,3 Millionen Menschen unternahmen im vergangenen Jahr 4,6 Millionen Radreisen mit drei oder mehr Übernachtungen. Das waren etwas weniger als 2023 (3,6 Mio.).
Wer mehr als drei Tage unterwegs war, gab im Schnitt 133 Euro pro Person und Tag aus. Kurzreisende wendeten im Schnitt 144 Euro pro Tag auf, Radurlauber 128 Euro und Tagesausflügler 34 Euro. Die Ausgaben sind insgesamt gestiegen, denn mehr Radreisende nutzten Hotels statt Campingplätze. Insgesamt wurden im Jahr 2025 im Radtourismus zwischen 38,7 und 41,8 Milliarden Euro ausgegeben.
Die Gründe für den Rückgang liegen wohl nicht nur im wechselhaften und verregneten Sommer 2025: Der ADFC nennt auch den größeren Wunsch nach Erholungs- und Familienreisen, ein stärkeres Bedürfnis nach Sicherheit und Entspannung sowie gestiegene Kosten. In diese Richtung gehen deshalb auch die Forderungen des Clubs. Christian Tänzer, Radtourismusexperte im ADFC-Vorstand sagt, dass die Radinfrastruktur sicherer gemacht werden müsste, der Erholungscharakter gestärkt und neue Zielgruppen wie Familien erschlossen werden sollten. Radreiseanalyse