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11. September 2019 | 14:06 Uhr
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Immer mehr Reiseveranstalter verzichten auf Elefantenreiten

Zuletzt hat Alltours Schluss gemacht mit Elefantenausflügen, die Touristen direkten Kontakt zu den Dickhäutern versprechen. Laut der Tierschutzorganisation Pro Wildlife war Alltours der letzte große Reiseveranstalter, der solche Touren im vergangenen Jahr noch angeboten hatte.

Tierschutz Elefant für Touristen

Angekettet wartet der Elefant auf die nächsten Touristen: Solche Ausflüge hat jetzt auch Alltours als letzter großer Reiseveranstalter aus dem Programm genommen.

Pro Wildlife kämpft seit Jahren gegen Elefantenreiten für Touristen und andere Ausflüge mit direktem Kontakt zu den Tieren. Die Organisation setzt auf Aufklärung und hat damit viele Reiseveranstalter überzeugt. Eine aktuelle Liste mit elefantenfreundlichen Anbietern, die solche Ausflüge nicht anbieten oder ihr Programm derzeit überarbeiten, ist auf der Website von Pro Wildlife einsehbar. Ebenso Reiseveranstalter, die nicht einsichtig sind und mit Touristen weiter Shows und Trainingscamps für Elefanten besuchen.

"Damit Elefanten den direkten Kontakt wie reiten, baden, füttern und streicheln zulassen, werden sie meist bereits als Jungtiere mit Gewalt dressiert", berichten die Tierschützer. Der Elefantenführer füge den Tieren meist ein Leben lang systematisch Schmerzen zu, um sie gefügig zu machen. Verhaltensstörungen seien die Folge dieser traumatischen Erlebnisse. "Auch für die Touristen selbst bleibt der Besuch einer solchen Einrichtung nicht immer ohne Folgen, denn immer wieder greifen Elefanten in Gefangenschaft Menschen an." Auch Urlauber wurden dabei schon verletzt oder sogar getötet.

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