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17. August 2022 | 11:58 Uhr
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Stimmung im Vertrieb verschlechtert sich erneut

Der touristische Vertriebsklima-Index, den die Unternehmensberatung Dr. Fried & Partner ermittelt, sinkt im August zum zweiten Mal in Folge. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen an die Zukunft haben sich bei den Reisebüros im Vergleich zum Vormonat weiter eingetrübt.

Bewertung Foto iStock Tero Vesalainen

Die Reisebüros bewerten die Lage im August negativer als im Juni und Juli

Der Index, der im ersten Halbjahr eine starke Verbesserung erreicht hatte, bewege sich weiter auf einem hohen Niveau, das etwa dem im August 2018 entspreche, so die Autoren der Umfrage, an der diesmal 90 Reisebüros teilnahmen.

Die aktuelle Lage wird von einer steigenden Anzahl der Teilnehmenden als schlecht bewertet (14%, Vormonat: 6%). Dennoch schätzt die Hälfte (53%) der teilnehmenden Reisebüros die Situation weiterhin als befriedigend ein. Immerhin ein Drittel bewertet die aktuelle Lage beim Vertrieb von Reiseleistungen als gut.

Beim Verkauf von Reiseleistungen im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Anzahl derer, die eine Steigerung verzeichnen von fast 90 Prozent im Juli auf 67 Prozent im August. Nachdem in den letzten Monaten die Bewertung des Verkaufs ausschließlich angestiegen war, sinkt diese nun wieder. 14 Prozent der teilnehmenden Reisebüros geben an, dass der Verkauf von Reiseleistungen im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist und 19 Prozent bewerten den Verkauf der letzten zwei bis drei Monate als unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Optimismus wird schwächer

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Einschätzung der Nachfrage für die kommenden sechs Monate. Ungefähr die Hälfte aller Teilnehmenden sieht hier keine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr. 21 Prozent geben an, dass die Nachfrage sinkt und nur noch 26 Prozent gehen von einer Steigerung aus (Vormonat: 49%).

Auch die künftige Ertragssituation wird pessimistischer eingeschätzt als noch im Vormonat. Obwohl 44 Prozent von einer gleichbleibenden Situation innerhalb der nächsten sechs Monate ausgehen, steigt auch hier der Anteil derjenigen, die eine Verschlechterung erwarten (August: 27%; Juli: 14%). Im Gegenzug sinkt die Anzahl derjenigen, die eine Verbesserung erwarten um 18 Prozentpunkte von 47 auf 29 Prozent.

Die Tendenz aus dem Vormonat bestätigt sich damit im August. Die derzeitige Lage wird zwar weiterhin positiv eingeschätzt, insgesamt wird die aktuelle Situation jedoch weitaus skeptischer betrachtet als noch im Vormonat. Ebenso hat sich der im Juli begonnene Abwärtstrend im Hinblick auf die Erwartungen an die Zukunft fortgesetzt. So sind die Erwartungen an die kommenden sechs Monate nochmal deutlich getrübter als im Vormonat.

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