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9. September 2020 | 15:00 Uhr
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Unternehmen planen nach Corona weniger Messeauftritte

Fachmessen dürften zu den großen Verlierern gehören, so die Ergebnisse der Ifo-Konjunkturumfrage im August. Es wird auch nach Corona ein schwierigeres Geschäft erwartet, denn rund 40 Prozent der deutschen Industrie wollen ihre Messeauftritte verringern. Messen bleiben wichtig, werden sich aber laut Ifo zum Digitalen verändern müssen.

ITB Eingang Süd

Anders als die Buchmesse soll die Reisemesse ITB 2021 wieder als Publikumsmesse und Präsenzveranstaltung mit internationalem Fachpublikum stattfinden.

Nur zwei Prozent der befragten Firmen wollen künftig an mehr Messen teilnehmen, 59 Prozent wollen ihr Engagement nicht verändern. 48 Prozent der bisherigen Aussteller gaben an, ausgefallene Messeteilnahmen hätten keine wirtschaftlichen Einbußen zur Folge gehabt. Immerhin 46 Prozent verzeichneten geringe Einbußen und nur bei sechs Prozent "in hohem Umfang".

Digitale Formate durch Krise auf dem Vormarsch

Insbesondere größere Unternehmen wollen ihre Auftritte zurückfahren. Bei Firmen mit über 1.000 Beschäftigten sind es 47 Prozent, zwischen 500 und 1000 sogar 49 Prozent. "In welchem Umfang das geschieht, wurde nicht abgefragt", erläutert Ifo-Messeexperte Penzkofer.

Digitale Formate sind durch die Coronakrise beliebter geworden und stellen mittlerweile eine Alternative zu traditionellen Messen dar. 65 Prozent der Aussteller wollen sie in Zukunft stärker nutzen. Auch hier sind die Großen vorn, 72 Prozent sind es bei Firmen über 1.000 Beschäftigten und sogar 74 Prozent zwischen 500 und 1000.

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