Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat die Hoffnung vieler Menschen auf ein friedliches Zusammenleben in Europa und auf die Möglichkeiten diplomatischer Konfliktlösungen tief erschüttert. Auch den meisten Touristikern käme es in dieser Situation nicht in den Sinn, als erstes an die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Reisebranche zu denken. Das gilt auch für uns.
Gleichwohl ist klar, dass die Entwicklungen im Osten Europas die Möglichkeiten zu reisen und die Nachfrage nach Reisen in den kommenden Wochen und Monaten beeinflussen. Für manche der von den Folgen der Corona-Krise hart getroffenen Reiseunternehmen kann dies existenziell sein.
Martin Lohmann, wissenschaftlicher Leiter des Tourismusforschungsinstituts NIT, beschäftigt sich seit 1986 mit den Auswirkungen von Krisen auf das Reiseverhalten. Die Erkenntnisse dazu, die unter anderem in der jährlich erscheinenden Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) veröffentlicht werden, basieren auf umfangreichen Daten. Über mögliche Auswirkungen des aktuellen Konflikts und weiterer Einflussfaktoren, wie etwa steigender Energiepreise und des Klimawandels, sprechen wir im aktuellen Reise vor9 Podcast.
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