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17. März 2022 | 07:00 Uhr
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Neueröffnungen von First-Nations-Lodges bis Sterne-Glamping

Kanadas Gastgeber haben die Pandemie genutzt, um neue Hotels und Lodges zu bauen und bestehende zu modernisieren und zu erweitern. Eine ganze Reihe der Unterkünfte werden von First Nations betrieben, die damit Besuchern auch ihre Kultur vermitteln. Eine kleine Auswahl der neuen Projekte.

Kanada British Columbia Klahoose Wilderness Resort

Das Klahoose Wilderness Resort in British Columbia wird von First Nations betrieben und ist nur mit dem Boot oder Wasserflugzeug erreichbar

Immer mehr rücken Hotels, Lodges und ausgefallene Unterkünfte in den Fokus, die von First Nations betrieben werden. Dazu zählt etwa das Klahoose Wilderness Resort rund 100 Kilometer nördlich von Vancouver. Eine Straße gibt es nicht, für die Anreise bleiben Boot oder Wasserflugzeug. Umgeben von Wald und Wasser entstand auf dem Gebiet der Klahoose First Nations eine Lodge mit sieben Zimmern. Neben Grizzly-Touren, Regenwald-Wanderungen und Walbeobachtung spielt die Kultur der Klahoose überall hinein, denn sie begleiten viele Ausflüge.

Am North Saskatchewan River in Alberta hat The Lodge at Métis Crossing eröffnet. Die Boutique-Lodge fällt schon durch ihr eigenwilliges Design auf, das traditionelle und zeitgenössische Métis-Handwerkskunst vereint. Métis sind Nachfahren europäischer Siedler und Ureinwohnerinnen Kanadas. Die Lodge hat 40 Zimmer und eine Lounge, deren bodentiefe Fenster abends einen Blick auf die Sterne ermöglichen. Zudem können Besucher an kulturellen Touren teilnehmen oder lernen, wie Biberfallen aufgestellt werden. Métis Crossing ist zudem die Heimat seltener weißer Bisons.

Die Frontier Lodge gibt es zwar schon seit 60 Jahren, doch sie hat sich neu positioniert und ermöglicht als einzige Adventure Lodge der Region einen Zugang zum gerade erst eingerichteten Thaidene Nëné Nationalpark in den Northwest Territories. Die Lodge mit Platz für 30 Gäste liegt an der Mündung des Stark River gegenüber der kleinen Gemeinde Lutsel K'e, rund eine Flugstunde von Yellowknife entfernt. Die Gäste erwarten geführte Wanderungen, Tier- und Nordlicht-Beobachtungen, Lunchs in der Wildnis und ein Einblick in die Kultur und Traditionen der Dene First Nations.

Das Gros Morne Inn in der Provinz Neufundland und Labrador, das ebenfalls im Frühjahr eröffnen soll, liegt am Fuße der Tableland Mountains im Gros Morne Nationalpark. Besucher genießen einen Panoramablick über die Bonne Bay, etwa von der Terrasse oder einem der Zedernholz-Whirlpools im Freien. Mit ihren 15 Zimmern haben sich die Betreiber ganz der Nachhaltigkeit verschrieben.

Im Südosten British Columbias nahe der US-Grenze liegt das 2021 eröffnete Bear Spring Eco Retreat. Gäste können in Glamping-Zelten aus Leinen oder in Bed & Breakfast-Zimmern übernachten. Das 120 Hektar große Grundstück ist in Sachen Grundversorgung nahezu autark und bietet Solarlicht, solarbetriebene Außendusche sowie Nutzgarten, in dem Gemüse geerntet und in einem gemeinschaftlich genutzten Kochbereich im Freien zubereitet wird. Aktiv werden Besucher auch beim Wandern, Sternegucken, Schwimmen, Schneeschuhwandern und Tierbeobachtungen.

Auch große Hotelkonzerne sind aktiv. So hat Nova Scotia mit dem Muir in Halifax sein erstes Fünf-Sterne-Hotel. Das Haus der Marriott Autograph Collection liegt direkt an der Hafenpromenade neben dem Maritime Museum of the Atlantic. Auch in Revelstoke und Burlington ist Marriott nun vertreten. In Toronto will der Konzern noch im Frühjahr mit dem W im Szeneviertel Yorkville ein neues Luxushotel eröffnen.

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