Abzocke-Vorwürfe bei Zugtickets zu WM-Spielen
Die geplanten Zugpreise für die Fußball-WM im Sommer rund um New York sorgen für scharfe Kritik. Für die rund 30-minütige Fahrt von der Penn Station in Manhattan zum Metlife Stadium in New Jersey könnte ein Ticket laut einem Bericht des Sportportals The Athletic mehr als 100 Dollar kosten. Üblich sind für Hin- und Rückfahrt sonst 13 Dollar.
iStock/NYCstock
Das Metlife Stadium ist Austragungsort von acht WM-Spielen
Damit würde sich der Preis für Fans auf das Siebenfache erhöhen. Ermäßigungen seien nicht vorgesehen, berichtet die BBC. Kinder und Senioren müssten ebenfalls den vollen Preis zahlen. New Jerseys Gouverneurin Mikie Sherrill macht dafür die Fifa verantwortlich. Sie erklärte, der Weltverband beteilige sich mit null Dollar an den Transportkosten zur WM, während NJ Transit auf einer Rechnung von 48 Millionen Dollar für die sichere Beförderung der Fans sitze.
Die Fifa zeigte sich nach BBC-Angaben überrascht über die Aussagen der Gouverneurin. Ein Sprecher erklärte, Fans sollten die Anreise "zum Selbstkostenpreis" nutzen können. Für andere Großveranstaltungen in dem Stadion gebe es ebenfalls keine von Veranstaltern finanzierten Zusatzangebote.
Nach Darstellung des Verbands sahen die ursprünglichen Gastgeberverträge von 2018 zwar kostenlose Transporte für Fans vor. Wegen der finanziellen Belastung für die Austragungsorte seien die Anforderungen 2023 aber geändert worden. Seitdem gelte, dass Ticketinhaber und akkreditierte Personen Zugang zu öffentlichem oder zusätzlich organisiertem Verkehr „zum Selbstkostenpreis“ haben sollen.
Auch Boston verlangt hohe Zuschläge
Das Problem ist nicht auf New Jersey beschränkt. Für Spiele im Gillette Stadium in Foxborough bei Boston wurden die Zugpreise laut BBC bereits auf 80 Dollar angehoben, Bustickets kosten dort 95 Dollar.
Zusätzlichen Ärger gibt es bei den Parkgebühren. Ein Stellplatz am Metlife Stadium soll 225 Dollar kosten. Für Foxborough werden 175 Dollar pro Auto fällig. Das Metlife Stadium wird bei der WM acht Spiele ausrichten, darunter ein Gruppenspiel von England und das Finale am 19. Juli. Für viele Fans könnte damit schon die Anreise zu einem teuren Zusatzposten werden.
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