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1. Juli 2020 | 14:47 Uhr
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Ägypten hofft auf baldiges Ende der Reisewarnung

Obwohl das Land nach offizieller Darstellung bei mehr als 100 Millionen Einwohnern nur 70.000 Corona-Fälle verzeichnet, stuft das Robert-Koch-Institut Ägypten weiter als Risikogebiet ein. Die dortige Regierung möchte den Tourismus schnell wieder ankurbeln. Doch ihr Umgang mit den Zahlen wirft Fragen auf.

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Der ägyptische Luftraum ist für Airlines nun wieder geöffnet, auch Lufthansa fliegt wieder dorthin. Das Auswärtige Amt warnt aber weiter vor Reisen nach Ägypten und schreibt auf der Website, die Gesundheitseinrichtungen in Ägypten seien stark belastet.

Das "ARD"-Nachrichtenportal "Tagesschau“ zitiert Tourismusminister El-Enany mit der Aussage, es sei in Ordnung, wieder Touristen ins Land zu lassen. Die Corona-Zahlen stiegen vor allem im Niltal, in Kairo und in Gizeh. Man öffne aber nur die drei touristischen Provinzen Südsinai, Rotes Meer und Matruh. "Dort gibt es nur wenige Einwohner und die niedrigsten Infektionszahlen in Ägypten. Das sind alles Resorts mit offenem Gelände, sonnigen Stränden, sehr warm - also sehr gesundes Wetter", so der Minister.

Unter den Urlaubern am Roten Meer seien derzeit nur wenige Ausländer, berichtet eine Korrespondentin der „ARD“ mit Sitz in Kairo. Ägyptische Urlauber hätten die Strände von Hurghada und anderen Badeorten fast ganz für sich. In den Hotels, die derzeit maximal zu 50 Prozent ausgelastet sein dürften, gebe es kein Problem mit der Wahrung von Sicherheitsabständen.

Dennoch weist der Bericht auf ein Problem hin: Die ägyptische Regierung habe "schon vor Wochen klargemacht: Wer den offiziellen Zahlen widerspricht, muss mit Geld- und Haftstrafen rechnen". Ein offener Umgang mit den Fakten der Krise sieht anders aus.

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