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15. September 2022 | 16:56 Uhr
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Airport Düsseldorf plant neues Konzept für Umsteigeflüge

Der Düsseldorfer Flughafen und das Berliner Unternehmen Airsiders wollen mit einer neuartigen virtuellen Interlining-Lösung mehr Umsteige- und Anschlussverbindungen an dem Airport ermöglichen. Auch das Gepäck soll dank der neuen Technik durchgecheckt werden.

Düsseldorf Airport

Umsteigeverbindungen sollen am Düsseldorfer Flughafen erleichtert werden

Die "nahtlose Kombination" von Flügen auch ohne Interline- oder Code-Sharing-Abkommen solle Passagieren ganz neue Umsteige- und Anschlussverbindungen via DUS schaffen, kündigt der Flughafen an. Der Clou dabei sei eine "innovative Handlingtechnologie", die die Durchleuchtung des Reisegepäcks automatisiere. Fluggäste bräuchten ihr Gepäck bis zu ihrem Zielflughafen nur einmal aufzugeben, auch wenn sie mit mehreren Fluggesellschaften reisen, die keine Interline-Vereinbarung haben.

Das Konzept des Technikanbieters Airsiders sieht vor, Angebote und Inhalte von Airlines und Flughäfen über eine API-Schnittstelle auf einer Plattform zu integrieren. Dazu gehören der Ticketverkauf, die Weiterbeförderung von Gepäck, flugbezogene Versicherungen und die Mindestverbindungszeiten zwischen Anschlussflügen ohne Interline-Vereinbarung.

Vorteile für Passagiere und Airlines

Reisende sollen so eine hohe Transparenz über Flugoptionen, maximale Sicherheit für Anschlussflugzeiten und ein ganz neues Komforterlebnis erhalten, versprechen die Partner. Und: Sie müssten sich nach der Abgabe am Startflughafen bis zu ihrem endgültigen Reiseziel nicht mehr um ihr Gepäck kümmern. Man wolle "eine viel flexiblere und komfortablere Alternative zum traditionellen Interlining und zu derzeitigen virtuellen Interlining- Lösungen bieten", erklärt Yavuz Karadag, CEO der Airsiders GmbH.

Der Düsseldorfer Flughafen sieht nach eigenem Bekunden "großes Potenzial" in der Airsiders-Technologie und will die Lösungen in die eigene Infrastruktur integrieren. Auf diese Weise könnten Airlines ihre Auslastung erhöhen und über neue Verbindungen zusätzliche Sitze verkaufen. Die Passagiere hätten eine größere Streckenauswahl mit durchgängigem Reiseerlebnis und könnten Zeit gewinnen. Das neue virtuelle Interlining-Angebot soll bis zum Sommerflugplan 2023 eingeführt werden.

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