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16. Dezember 2020 | 07:00 Uhr
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Auch Reiseveranstalter bei Kanaren-Tests uneins

Der Antigen-Schnelltest reiche für einen Urlaub auf den Kanarischen Inseln völlig aus, sagt TUI-Deutschland-Chef Marek Andryszak. Bisher sei niemand damit stehengeblieben. Alle anderen großen Reiseveranstalter sehen das anders und halten sich an die Vorgaben der spanischen Zentralregierung.

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Wenn Marek Andryszak demnächst vor seinem Laptop sitzt und sich das Stäbchen in den Rachen und die Nase schiebt, wird ihm jemand über die eingebaute Kamera zuschauen. Denn so funktioniert der Antigen-Schnelltest. Erst unter den Augen des Laboranten darf der TUI-Deutschland-Chef den Test-Kit öffnen und unter Anleitung den Test durchführen. 15 Minuten später schaltet sich der Mitarbeiter des Testlabors erneut dazu und checkt gemeinsam mit Andryszak das Ergebnis und mailt ihm das Testzertifikat. Damit will Andrayszak dann zum Urlaub auf die Kanaren starten.

Der Zwist zwischen der kanarischen Regionalregierung und Madrid um die Akzeptanz der Antigen-Schnelltests kümmert Andryszak wenig. Schnelltests würden bis Mitte Januar akzeptiert. Das sei eine Ausnahmeregel, auf die sich die Behörden verständigt hätten. Es sei bisher auch noch niemand mit einem Schnelltest-Zertifikat zurückgewiesen worden. Der Antigen-Schnelltest ist auch die offizielle TUI-Empfehlung an die Kunden.

Andere Reiseveranstalter sind da vorsichtiger. DER Touristik, FTI, Alltours und Schauinsland raten laut Fachportal „FVW“ zum klassischen PCR-Test. Sie gehen auf Nummer sicher und verweisen auf das Auswärtige Amt. Die unterschiedliche Sichtweise der Reiseveranstalter trägt nicht gerade zur Klärung bei, sondern dürfte Urlauber weiter verunsichern.

Indes steigt auch auf den Kanarischen Inseln die Zahl der Corona-Fälle weiter an und hat den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche schon seit ein paar Tagen überschritten. Am Dienstag lag er bei 62, so die „Teneriffa News“. Teneriffa ist mit einer Inzidenz von 115 besonders betroffen. Es scheint also nur eine Frage von Tagen, bis das Robert-Koch-Institut auch die Kanarischen Inseln zum Risikogebiet erklärt und damit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts auslöst.

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