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9. September 2020 | 08:18 Uhr
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Griechische Inseln im Visier von Holländern und Briten

Nachdem die britische Regierung am Montag angekündigt hatte, Rückkehrer von sieben griechischen Inseln von Mittwoch an in Quarantäne zu zwingen, kündigten die Niederlande am Dienstag an, alle Inseln des Landes auf die orangefarbene Liste zu setzen, die vor touristischen Reisen warnt. 

Bürger der Niederlande, die von den griechischen Inseln zurückkehren, müssen sich demnach in eine zehntägige Selbstisolation begeben, wenn sie von den griechischen Inseln zurückkehren. Für Besucher des Festlandes und des Peloponnes gilt dies weiterhin nicht.

Die Aktion der Niederlande ist ein weiterer Schlag für die griechische Tourismus- und Hotelbranche. Schon in der vergangenen Woche hatte die Regierung angesichts steigender Infektionszahlen die Corona-Regeln für wichtige Reiseziele, wie unter anderem die Insel Mykonos, verschärft.

Am Montag hatte die britische Regierung erklärt, Briten, die von Mittwoch an von den Inseln Zakynthos, Kreta, Mykonos, Santorin, Lesbos, Tinos und Serifos heimkehrten, müssten sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Laut britischen Medien führte dies dazu, dass etwa 60.000 Briten am Dienstag versucht hätten, die Inseln überstürzt zu verlassen, um der Quarantäne zu entgehen. 

Das Auswärtige Amt sieht bislang keinen Grund, die Regeln für Griechenland-Heimkehrer zu verschärfen. Die Behörde orientiert sich dabei an der Einstufung von Reiseländern durch das Robert-Koch-Institut.

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