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18. Februar 2020 | 07:00 Uhr
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Immer mehr Hotels in China machen dicht

Wegen fehlender Nachfrage und aus Angst vor der Verbreitung des Coronavirus schloss zunächst Hilton 150 Häuser, die Hotelkette Wyndham verriegelte sogar 1.000 Hotels in China. Auch in der Sonderverwaltungszone Macau häufen sich die Schließungen.

Die 150 geschlossenen Hilton-Häuser in China stehen für zwei Drittel der Hotels im Land und umfassen insgesamt 30.000 Zimmer. Man werde sich bemühen, die Hotels so bald wie möglich wieder zu öffnen, "sobald die örtlichen Behörden bestätigen, dass dies angemessen ist", zitiert das Portal "Business Insider“ einen Unternehmenssprecher.

Die Hotelkette Wyndham Hotels & Resorts habe rund 1.000 ihrer etwa 1.500 Häuser in China geschlossen, berichtet „Business Insider“. Das habe CEO Geoff Ballotti in einem Telefonat mit Investoren mitgeteilt. Der Chef der Kette Best Western, David Kong, wird vom US-Fachportal "Skift“ ebenfalls mit den Worten zitiert, man habe zahlreiche Häuser in China dichtmachen müssen. Ketten wie Hyatt, Marriott und IHG ermöglichen ihren Kunden in China mittlerweile kostenlose Stornierungen, ebenso wie der Vermittler Airbnb.

Unterdessen zeichne sich ab, dass die gesamte Hotelindustrie im Reich der Mitte unter dem Corona-Virus leide, schreibt die "South China Morning Post". Die Auslastung in großen Städten liege nach Angaben des Datenanalysten STR nur noch bei 17 Prozent. Vor der Viruswelle seien es rund 70 Prozent gewesen.

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau wirkt sich das Coronavirus ebenfallls auf die Hotellerie aus. So kündigte MGM China an, die Resorts MGM Cotai und MGM Macau mit rund 2.000 Zimmern zu schließen. Auch weitere Hotels in der Spielermetropole sind derzeit dicht, darunter das Four Seasons, St. Regis, Conrad, das Sofitel at Ponte 16, das Altira Macau und Legend Palace Hotel und das Rocks Hotel an Macaus Fisherman’s Wharf.

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