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12. Januar 2022 | 13:07 Uhr
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Kitzbühels Tourismuschef prangert Sperrstunde an

Das größte Problem an den Feiertagen sei die frühe Sperrstunde um 22 Uhr gewesen, glaubt Christian Harisch, Hotelier und Tourismusobmann im österreichischen Kitzbühel, mit Blick auf das Infektionsgeschehen. Trotz extrem hoher Sieben-Tage-Inzidenzen soll das berühmte Hahnenkamm-Rennen mit Zuschauern stattfinden.

Kitzbühel

Kitzbühel will das Hahnenkamm-Rennen mit Zuschauern austragen

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In den Bezirken St. Johann im Pongau und Kitzbühel bewegen sich die offiziellen Sieben-Tage-Inzidenzen jenseits der 3.000er-Marke. Im Gespräch mit dem ORF, erklärte Harisch, die Inzidenz werde auf die Einwohnerzahl Kitzbühels gerechnet und nicht auch auf die Zahl der Gäste. Über Silvester verdreifache sich die Anzahl der Menschen in Kitzbühel, deshalb seien die Zahlen nicht aussagekräftig. Nun habe zudem das sogenannte "Jänner-Loch" eingesetzt, so dass viele Betriebe geschlossen seien. Die Zahlen würden daher rasch sinken, glaubt der österreichische Touristiker.

Zum Einwand des Moderators, dass zuletzt mehr als 1.000 mit dem Coronavirus infizierte Niederländer in ihre Heimat zurückgekehrt seien, äußerte sich Harisch nicht direkt. Das größte Problem an den Feiertagen sei die frühe Sperrstunde um 22 Uhr gewesen, erklärte Harisch. Dies habe vor allem junge Menschen etwa an Silvester, veranlasst sich privat zu treffen. Die Sperrstunde sollte nach hinten verlegt werden, meint der Fremdenverkehrswerber. Doch auch ohne diese Änderung würden die Zahlen in den nächsten 14 Tagen massiv sinken, "weil einfach viel, viel weniger Menschen in den Tourismusdestinationen sind".

"Sicherstes Hahnenkamm-Rennen aller Zeiten"

Vorwürfe, die Covid-19-Regeln würden in dem Tiroler Skiort lax gehandhabt und nicht ausreichend kontrolliert, wies Harisch zurück. In Kitzbühel werde doppelt so viel getestet wie im österreichischen Bundesdurchschnitt, zudem wolle man das "Jänner-Loch" für eine Impfaktion nutzen.

Auch das in der nächsten Woche vom 17. bis zum 23 Januar stattfindende Hahnenkamm-Rennen hält der Tourismusobmann nicht für gefährdet. Dieses finde unter einem "enormen Sicherheitskonzept" statt, der Kitzbüheler Skiclub habe die Gästezahl bereits freiwillig um die Hälfte auf 1.000. Er verwies zudem auf das jüngste Rennen im schweizerischen Adelboden, bei dem mehr als 12.000 Zuschauer vor Ort gewesen seien. Verglichen damit achte Österreich sehr auf die Sicherheit. Es werde "das sicherste Hahnenkamm-Rennen in der Geschichte der Hahnenkamm-Rennen werden", prophezeit Harisch.

Christian Schmicke

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