Kuba will Hotellerie für neue Investoren öffnen
Kuba will nach dem Rückzug großer ausländischer Hotelgesellschaften neue Investoren für den Tourismus gewinnen. Präsident Miguel Díaz-Canel kündigte neue Beteiligungsmodelle mit "neuen Akteuren" an.
iStock/Sean Pavone
Die kubanische Regierung will den Hotelimmobilienmarkt für neue Akteure öffnen
Kuba sucht neue Wege, um seine Hotelinfrastruktur weiter zu nutzen. Präsident Miguel Díaz-Canel sagte im Staatsfernsehen, das Land könne derzeit nicht nur auf große Ketten setzen. Viele von ihnen hatten sich unter dem Druck der US-Regierung aus Kuba zurückgezogen. Hintergrund ist der teilweise oder vollständige Ausstieg von Meliá, Iberostar, Blue Diamond und Archipelago International infolge verschärfter US-Sanktionen.
Die Regierung will deshalb nach Informationen des spanischen Fachportals Hosteltur neue Investitionsformen im Tourismus zulassen. Díaz-Canel sprach von "neuen Modalitäten, mit neuen Akteuren", um die vorhandene Infrastruktur auszuschöpfen. Die geplanten wirtschaftlichen und sozialen Maßnahmen sollen der Nationalversammlung im Juli vorgelegt werden.
Rund 50 Hotels in der Schwebe
Damit hängen die Geschäfte von mindestens 50 staatlichen Hotels in der Luft. Viele Häuser gehören Gaviota, einem Unternehmen des Militärs, wurden aber bislang von den internationalen Gruppen betrieben. Díaz-Canel sagte, die Regierung prüfe nun, wie sich auch das Immobiliengeschäft im Tourismus mit neuen Strukturen und anderen Partnern steuern lasse.
Kommentieren und folgen Sie Reise vor9 auf Linkedin