Die Unesco hebt in der Begründung für die Ernennung des Kissama-Parks (auch Quicama geschrieben) zum Biosphärenreservat die außergewöhnliche ökologische Vielfalt hervor. In dem riesigen Naturschutzgebiet, etwa 70 Kilometer von der Hauptstadt Luanda entfernt, leben Seekühe, Elefanten, Flusspferde, Meeresschildkröten und über 200 Vogelarten, teilt die für Angola werbende Agentur Kleber mit. Eine botanische Besonderheit sei die rosa blühende Tessmannia camoneana, die ausschließlich in Angola vorkommt.
Impulse für nachhaltiges Reisen
Bereits heute zieht das Gebiet laut Angola Tourism Board unterschiedliche Zielgruppen an. Der Nationalpark biete zum einen klassische Naturerlebnisse und zum anderen Pilgerorte, wie Muxima, sowie Strandziele wie Cabo Ledo und Sangano. Die Unesco-Anerkennung dürfte Reisende, die naturnahe und kulturell geprägte Ziele suchen, auf Kissama aufmerksam machen, hoffen die Tourismuswerber.
Auch Tourismusminister Márcio de Jesus Lopes Daniel sieht darin einen wichtigen Schritt. Angola könne zu einem Ziel für Reisende werden, die ursprüngliche Landschaften erleben und gleichzeitig lokale Projekte unterstützen möchten. Mit der Ausweisung gehört Kissama nun zur Unesco-Liste mit 785 Biosphärenreservaten weltweit. Die Entscheidung schaffe neue Möglichkeiten für internationale Kooperationen und Fördermittel.
