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16. Februar 2026 | 19:30 Uhr
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Sanierung der Strecke Hamburg – Berlin verzögert sich

Die Sanierung der Bahnstrecke Hamburg – Berlin verzögert sich. Die Bahn kann den geplanten Termin am 30. April nicht halten. Dauerfrost und Schnee verhinderten seit Wochen zentrale Arbeiten an Signal- und Sicherungstechnik, heißt es. Wie lange die Sperrung dauert, ist offen.

Bahn Schnee ICE Hamburg Foto Deutsche Bahn.jpg

Anhaltendes Winterwetter hat die Sanierung der Bahnstrecke Hamburg – Berlin verzögert

Infrastrukturvorstand Gerd-Dietrich Bolte sprach von einer "bitteren Nachricht". Vor allem bei der Montage der Leit- und Sicherungstechnik liege man hinter dem Zeitplan. Fahrgäste müssen weiter mit Umleitungen und Schienenersatzverkehr rechnen, auch die Folgesanierung Hamburg – Hannover verschiebt sich.

Nach Angaben der Bahn sind inzwischen rund sechs Wochen verloren gegangen. Ursprünglich eingeplante Puffer von zwei bis drei Wochen reichten nicht aus. Wie viele Wochen sich die Fertigstellung verschiebt, ist noch offen. Ein Inbetriebnahmekonzept soll bis zum 13. März vorgelegt werden.

Winter legt Kabelarbeiten lahm

Ursache ist laut DB das seit Ende Dezember anhaltende Winterwetter in Nord- und Ostdeutschland. Dauerfrost und wiederholter Schneefall machten bestimmte Arbeiten technisch unmöglich. Kabelkanäle seien vielerorts vereist oder zugefroren, der Bodenfrost reiche teilweise bis 70 Zentimeter tief.

Schienen könnten bei niedrigen Temperaturen nicht geschweißt, Kabel nicht verlegt werden. Auch Arbeiten an Oberleitungen, Weichenantrieben und Signalanlagen ruhten seit Wochen. "Wir haben es mit dem stärksten Wintereinbruch seit mehr als 15 Jahren zu tun", sagte Bolte.

Zwar seien 99 Prozent der Gleise verlegt, 98 Prozent der Weichen eingebaut und 95 Prozent der Schallschutzwände errichtet. Doch bei Signalen, Oberleitungen und Bahnsteigen sei erst gut die Hälfte geschafft.

Folgen für Fahrgäste und Güterverkehr

Der Schienenersatzverkehr, vor allem rund um Ludwigslust und Wittenberge, bleibt auch im Mai bestehen. Fernzüge fahren weiterhin über Lüneburg, Uelzen, Salzwedel und Stendal und benötigen rund 45 Minuten länger.

Die Verzögerung hat Auswirkungen auf die ab 1. Mai geplante Sanierung der Strecke Hamburg–Hannover. Diese werde sich „zeitlich mit“ verschieben, sagte Bolte. Beide Hauptachsen gleichzeitig zu sperren, wolle man weder Verkehrsunternehmen noch Fahrgästen zumuten.

Christian Schmicke

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