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20. Dezember 2020 | 10:36 Uhr
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Schweiz und Österreich verschärfen Corona-Maßnahmen

In Österreich beginnt am 26. Dezember ein dreiwöchiger Lockdown inklusive Ausgangsbeschränkungen, Geschäfte und Skigebiete bleiben geöffnet. In der Schweiz schließen ab Dienstag Restaurants, Kinos, Museen und Sportclubs, bei Skigebieten gelten die Regelungen der einzelnen Kantone.

Schweiz Alpen Winter schnee Snowboard Foto iStock extravagantni

Das Skifahren soll in Österreich und der Schweiz vor allem Einheimischen vorbehalten bleiben

Für potenzielle Touristen aus Deutschland spielen die neuen Corona-Maßnahmen in Österreich wohl keine Rolle, denn sowohl bei der Einreise nach Österreich als auch nach der Rückkehr müssten sich diese in Quarantäne begeben. Insofern nutzt es den Bundesbürgern auch nichts, dass die Regierung in Wien an ihren Plänen festhält, die Skigebiete vom 24. Dezember an zu öffnen. Touristische Übernachtungen oder der Besuch der örtlichen Gastronomie sind wegen der angeordneten Schließung der Betriebe ohnehin nicht möglich.

Am Freitagabend hatte Österreichs Regierung Ausgangsbeschränkungen und Schließungen etwa des Handels vom 26. Dezember bis zum 17. Januar angekündigt. Dann darf auch tagsüber das Haus nur noch aus wichtigem Grund verlassen werden, wozu sportliche Betätigungen allerdings gezählt werden. Vom 18. Januar an sollen sich diejenigen Österreicher, die an einem der landesweit angebotenen Corona-Tests teilgenommen haben und negativ getestet wurden, wieder frei bewegen können. Für diejenigen, die sich nicht testen ließen, dauert der Lockdown eine weitere Woche an. 

Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger verteidigte die Öffnung der Skigebiete mit einem Vergleich: Ein Wiener könne ja auch mit der U-Bahn an den Stadtrand fahren, um sich dort zu bewegen, sagte sie laut der Nachrichtenagentur "DPA" und fügte hinzu: "Es gibt bei den Seilbahnen, den Gondeln keinen Unterschied zu den anderen Transportmitteln, also ich verstehe manchmal, ehrlich gesagt, nicht, warum das so differenziert gesehen wird."

Schweizer Kantone gehen unterschiedlich vor

In der Schweiz muss die Gastronomie ebenfalls für einen Monat schließen, über die Skigebiete entscheiden die Kantone. Kantone Zürich, St. Gallen, Luzern, Schwyz, Nidwalden, Obwalden, Zug, Appenzell Innerrhoden und Uri haben laut "DPA" mittlerweile angekündigt, ihre Skigebiete ab Dienstag geschlossen zu lassen. Offen bleiben Lifte und Gondeln dagegen zunächst in den Kantonen Bern und Wallis. Die Schweizer Bundesregierung kündigte unterdessen an, die Skigebiete zu schließen, falls die Situation in den Krankenhäusern schlimmer werden sollte. Einige Kantone, wie etwa Graubünden, wollten bis Montag über ihr weiteres Vorgehen entscheiden.

Bundesbürger können weiterhin uneingeschränkt in die Schweiz einreisen. Wegen der hohen Infektionszahlen bei den Eidgenossen gilt allerdings nach der Rückkehr eine Quarantänepflicht.

Christian Schmicke

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