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13. März 2020 | 07:00 Uhr
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USA verhängen Einreiseverbot für Europäer

Präsident Donald Trump hat einen Einreisestopp für Europäer für zunächst 30 Tage erlassen, um die Ausbreitung des Coronavirus in den USA einzudämmen. Betroffen sind neben Deutschland alle anderen Länder aus dem Schengenraum. Damit dürfte der Transatlantikverkehr weitgehend eingestellt werden.

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Schluss mit Reisefreiheit in die USA für die nächste 30 Tage: US-Präsident Trump verhängt Einreisestopp für Europäer

Das Einreiseverbot gilt ab Freitag, 23:59 Uhr Ortszeit. Das bedeutet ab Samstag, 4:59 Uhr, mitteleuropäischer Zeit. Betroffen sind alle 26 Schengen-Staaten, neben Deutschland auch die Schweiz. Großbritannien und Irland zählen nicht dazu; für sie gilt der Einreisestopp daher nicht, heißt es in der Proklamation des Weißen Hauses.

US-Präsident Donald Trump begründet die Maßnahme mit der Ausbreitung des Coronavirus in Europa. Er wirft den Europäern vor, zu spät und zu lasch auf die Epidemie in China reagiert zu haben. Wegen fehlender Einreiseverbote sei das Virus nach Europa eingeschleppt worden. Und weil es keine Grenzkontrollen zwischen den Schengen-Ländern gebe, habe es sich ausbreiten können.

Das Einreiseverbot trifft zunächst vor allem Fluggesellschaften wie Lufthansa und Air France-KLM. Der Nordatlantik ist mit das wichtigste Verkehrsgebiet. British Airways wird ebenfalls leiden, weil viele Umsteiger aus Europa ihre Flieger in die USA füllen. Auch die drei großen US-Carrier American, Delta und United dürften wegen fehlender Passagiere ihre Flugpläne zusammenstreichen.

Neben den USA haben bereits mehr als 20 weitere Staaten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Deutschland erlassen. Reise vor9 hat eine Liste zusammengestellt, die regelmäßig aktualisiert wird.

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