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2. November 2021 | 16:52 Uhr
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Vulkantouristen fallen auf La Palma ein

Über das lange Wochenende um Allerheiligen seien rund 10.000 Besucher, vor allem aus Spanien und von den anderen Kanareninseln, nach La Palma gekommen, berichten spanische Medien. Den Inselbewohnern machen indes weitere Lava und Asche zu schaffen, der Flughafen wurde geschlossen.

La Palma

Der Vulkan auf La Palma bleibt weiter aktiv und zieht Neugierige an

Die Übernachtungskapazitäten auf der Insel seien überwiegend ausgebucht, berichtet die spanische Tageszeitung El Pais. Auch, weil viele Unterkünfte noch von Menschen bewohnt werden, die durch die Lavaströme des am 19. September ausgebrochenen Vulkans auf der Cumbre Vieja ihr Haus verloren haben.

Laut Tagesschau sind Pendelbusse im Einsatz, die Touristen im 20-Minuten-Takt vom östlichen Teil der Insel, in dem der Flughafen und die Hauptstadt Santa Cruz liegen, zu Aussichtspunkten im Westen fahren. Von dort aus können sie das Geschehen beobachten. Darüber, ob Touristen, die das Naturereignis beobachten wollen, zum jetzigen Zeitpunkt nach La Palma kommen sollten, gehen die Meinungen auf La Palma laut El Pais auseinander.

Vielerorts bedeckt eine dicke Ascheschicht die Landschaft

Unterdessen sorgt der fortgesetzte Ausstoß von Asche durch den Vulkan dafür, dass sich die Luftqualität immer weiter verschlechtert. Die Behörden maßen in der Luft eine hohe Konzentration von Schwefeldioxid, das die Schleimhäute reizt. Die Anwohner von fünf Ortschaften sind angehalten, ihre Wohnungen nur im Notfall zu verlassen und außerhalb der Behausungen eine FFP2-Maske und eine Schutzbrille zu tragen. Laut dem spanischen Sender TVE bedeckt die Asche bereits das gesamte Aridane-Tal.

Der Flugbetrieb auf die Insel war derweil am Montag eingestellt. Aufgrund großer Mengen an Vulkanasche seien vorerst alle Flüge von und nach La Palma gestrichen worden, teilte der Flughafenbetreiber Aena mit.

Im kürzlich erschienenen Podcast spricht Reise vor9 mit der Touristikerin Dörthe Onigkeit, die auf der Insel lebt und arbeitet, über die Folgen für die Menschen vor Ort und die Auswirkungen auf den Tourismus. Einfach reinhören unter diesem Link.

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