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29. Juni 2021 | 20:29 Uhr
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Wie TUI und DER Touristik mit der Phuket-Öffnung umgehen

Während TUI alle Thailand-Reisen bis Ende Juli gecancelt hat, hofft DER Touristik auf Stammkunden, die die abschreckenden Einreiseregularien in Kauf nehmen und öffnet die Buchungsstrecke.

Thailand Phuket Patong Beach Foto iStock aphotestory.jpg

Phuket öffnet sich ab Donnerstag für ausländische Touristen

Am 1. Juli öffnet die thailändische Militärregierung die Ferieninsel, wie von Reise vor9 gemeldet, für gegen das Coronavirus geimpfte Ausländer. Diese dürfen Phuket zunächst für 14 Tage nicht verlassen, müssen sich mehrfach testen lassen und ihre Bewegungsmuster werden via App verfolgt. Zudem sind Umsteigeverbindungen, etwa via Bangkok, tabu.

Dementsprechend nüchtern ist die Reaktion von TUI. Auf Anfrage von Reise vor9 erklärt der Veranstalter, man habe Thailand-Reisen bis zunächst zum 31. Juli abgesagt. Für Phuket gebe es jetzt zwar leichte Lockerungen, dennoch hätten die Einreiseregularien eine "starke Auswirkung auf die Urlaubsfreude“. Direktflüge von Deutschland nach Phuket gebe es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Daher werde die Sachlage regelmäßig bewertet, um dann ein Angebot bereitzustellen, wenn die Urlaubsgäste weniger stark eingeschränkt seien.

"Selbstverständlich verkaufbar"

Deutlich positiver bewertet DER Touristik die Lage. Für den Konzern spielt Thailand traditionell eine wichtige Rolle; insbesondere für Dertour und Meiers Weltreisen. Jörn Krausser, Chef für das Asien-Geschäft, glaubt denn auch, dass Reisen nach Phuket bereits jetzt "selbstverständlich" vermarktbar seien. Schließlich könnten sich Urlauber auf Phuket frei bewegen argumentiert er. Thailand und vor allem Phuket seien ein "tolles Reiseziel nach dieser langen Phase ohne Fernreisen".

Er habe Verständnis für die thailändische Regierung, die ihr Land bisher „gut durch die Pandemie gesteuert“ habe, so Krausser weiter. Letztlich solle ja durch die Auflagen für den Restart ein Wiederaufflammen vermieden werden, und das sei auch im Interesse von DER Touristik. Zudem sei die Wiederholerquote bei Thailand-Urlaubern sehr hoch, die Kunden würden sich gut auskennen und mit den Bestimmungen auseinandersetzen.

Dementsprechend werde das Unternehmen das gesamte Portfolio öffnen, sobald die Bestimmungen es zuließen. „Wir haben viele sehr gute Angebote im Köcher“, sagt der Asien-Experte. Zudem sei Thailand "auch bekannt für seine Longstay-Stammkunden, die im Anschluss an die vorgeschriebenen 14 Tage auf Phuket weiter das Land bereisen" könnten.

Christian Schmicke

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