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23. April 2019 | 07:00 Uhr
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Wo auf der Welt Gesundheitsgefahren lauern

Trotz existierender Impfstoffe gibt es in vielen Teilen der Welt Masernausbrüche. Auch Mumps macht sich wieder breit. Mosambik kämpft mit den Zyklon-Folgen, in Malaysia birgt ein Chemieunfall Gefahren. Ein Gesundheits-Update der Welt exklusiv für Reise vor9 von den Fachleuten des Sicherheitsdienstleisters International SOS.

China: Vogelgrippe. Ein menschlicher Fall der Vogelgrippe H9N2 wurde in der Provinz Jiangsu gemeldet. Die Vogelgrippe verursacht eine milde bis schwere Atemkrankheit, die tödlich enden kann. Vorbeugend sollte Kontakt mit Vögeln und deren Milieu vermieden werden.

Großbritannien: Mumps. Unter Studenten mehrerer Universitäten in Nottingham wurden Dutzende Fälle von Mumps bestätigt, Hunderte mehr werden vermutet. Mumps wird via Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen und ist hochansteckend. Alle Reisenden sollten sicherstellen, dass sie gegen Mumps immunisiert sind.

Liberia: Lassafieber. Fälle von Lassafieber, darunter einige tödlich, wurden in mehreren Bezirken bestätigt. Hygienemaßnahmen sollten streng eingehalten und der Kontakt mit infizierten Personen gemieden werden. Das Risiko für Geschäftsreisende ist niedrig.

Libyen: Malaria. Ein Fall lokal erworbener Malaria wurde in Tripoli gemeldet, der erste in Libyen seit über 30 Jahren. Ein Mückenschutz ist hier wichtig.

Malaysia: Giftgase. Potenziell gefährliche Gase, die möglicherweise in Verbindung mit einem Chemieunfall in Verbindung stehen, wurden im Pasir Gudang-Gebiet von Johor Bahru entdeckt. Medienberichten zufolge leiden hunderte Menschen an Erkrankungen, darunter Symptome von Methanerkrankungen. Im betroffenen Gebiet gilt es, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen und von ungewöhnlichen Gerüchen fernzubleiben, nach Möglichkeit in geschlossenen Räumen zu bleiben und Klimaanlagen im Umluftbetrieb zu nutzen.

Mosambik: Gesundheitsrisiken nach Zyklon Idai. Der Zyklon Idai, der am 14. und 15. März durch Mosambik zog, und der damit verbundene schwere Regen haben zu umfangreichen Schäden und Fluten in weiten Teilen des Landes geführt. Der Notstand wurde ausgerufen. Die Provinzen Inhambane, Manica, Sofala (insbesondere die Stadt Beira) und Zambezia leiden unter Schäden der Infrastruktur, was auch die Elektrizität, Kommunikation und Gesundheitseinrichtungen betrifft. Lebensmittel und sauberes Wasser sind unter Umständen begrenzt. Zu den Gesundheitsrisiken in dieser Situation zählen Verletzungen, Durchfallerkrankungen, Hautinfektionen und insektenübertragene Krankheiten. Alle nicht unbedingt nötigen Reisen in das Gebiet sollten verschoben werden, bis die Situation unter Kontrolle ist.

Thailand: Luftverschmutzung. Hohe Belastung durch Luftverschmutzung wurde in nördlichen Teilen des Landes festgestellt, auch in der Stadt Chiang Mai. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben und Zeit im Freien sowie körperliche Anstrengung auf ein Minimum beschränkt werden.

Togo: Meningitis. Im Norden Togos wurde ein Meningitis-Ausbruch gemeldet. Meningokokken-Erkrankungen sind eine ernste bakterielle Infektion, die sich rasch lebensbedrohlich entwickeln kann. Sie werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Eine bakterielle Meningitis muss dringend antibiotisch behandelt werden. Prävention erfolgt durch eine Impfung und strenge Hygienemaßnahmen.

Vereinigte Staaten: Mumps. Im Bundesstaat Pennsylvania wurde ein Mumps-Ausbruch gemeldet. Alle Reisenden sollten daher sicherstellen, dass sie gegen Mumps immunisiert sind.

Zentralafrika: Gelbfieber. Nachdem einige Fälle bestätigt wurden, besteht ein anhaltendes Risiko für Gelbfieberinfektionen in den Präfekturen Ouham, Ouham Pende und Ombello M’Poko in der Zentralafrikanischen Republik. Reisende sollten sicherstellen, dass sie gegen Gelbfieber geimpft sind.

Masernausbrüche rund um den Globus

Masern werden von einem hochansteckenden Virus verursacht, das von Person zu Person durch infizierte Tröpfchen übertragen wird. Häufige Symptome sind Fieber, Husten und ein charakteristischer Ausschlag. Alle Reisenden sollten sicherstellen, dass sie gegen Masern vollständig immunisiert sind.

Australien: Ein Masernausbruch wurde im Northern Territory in Darwin erklärt. Die meisten Fälle kommen bei Erwachsenen vor.

Hongkong: Ein Masernausbruch um den internationalen Flughafen von Hongkong herum wird untersucht. Die Behörden haben Impfstationen für die Flughafenbeschäftigten errichtet.

Litauen: Landesweit wurden vermehrt Masernfälle gemeldet, einschließlich Kaunas und der Hauptstadt Wilna. Verglichen mit den 30 Fällen, die 2018 gemeldet wurden, hat sich die Zahl der Masernfälle für 2019 bereits jetzt verzehnfacht.

Mali: In einigen Bezirken wurde ein Anstieg an Masernfällen gemeldet, darunter Kalabancoro, Kolokani, Ouélessébougou und die Gemeinden Commune IV und Commune VI in Bamako.

Mazedonien: Im ganzen Land wurde ein Anstieg an Masernfällen gemeldet, einschließlich der Hauptstadt Skopje. Dort wurde im Dezember 2018 eine Masernepidemie erklärt. Mindestens 400 der ca. 500 gemeldeten Fälle stehen im Zusammenhang mit der Epidemie in Skopje.

Neuseeland: Masernausbrüche betreffen die Waikato-Region auf der Nordinsel und die Canterbury-Region auf der Südinsel.

Vereinigte Staaten: Seit Jahresbeginn wurden in mehr als zehn Bundesstaaten Masernfälle gemeldet. Am stärksten betroffen ist Clark County im Bundesstaat Washington.  

Vietnam: Auch in Vietnam wurde ein deutlicher Anstieg an Masernfällen in den meisten Teilen des Landes gemeldet.

 

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