Tägliche News für die Travel Industry

11. April 2021 | 18:10 Uhr
Teilen
Mailen

Wo auf der Welt im April Gesundheitsgefahren lauern

Das Coronavirus breitet sich aus und die medizinischen Ressourcen in manchen Ländern werden knapp. In Afrika gibt es Polio, Dengue-Fieber kommt in mehreren Ländern vor. In Australien und Neukaledonien machen gefährliche Bakterien die Runde. Ein Gesundheits-Update vom Medizin- und Sicherheitsdienstleister International SOS.

Impfpass Foto iStock Axel Bueckert.jpg

Reisende sollten sich nicht nur gegen Covid-19 schützen

Wer gegenwärtig reist, sollte sich über die hygienischen Vorschriften und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens am Zielort durch Covid-19 unterrichten, insbesondere über Einreise- und Quarantäneregeln, Beherbergungsverbote und Pflichten zur Vorlage von Testergebnissen. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus stellt International SOS unter pandemic.internationalsos.com/2019-ncov bereit. Es gibt aber noch andere Gesundheitsgefahren in den Welt:

Afrika/Asien: Poliomyelitis. Fälle von zirkulierendem, von Impfstoffen abgeleitetem Poliovirus der Typen 1 oder 2 wurden in den vergangenen Monaten aus einer Reihe von afrikanischen und asiatischen Ländern gemeldet. Gegenwärtig gibt es solche Polio-Fälle zum Beispiel in Ägypten, Äthiopien, im Senegal und Tadschikistan. Polio ist eine ansteckende Viruserkrankung, die zu Lähmungen und zum Tod führen kann. Reisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt vollständig gegen Polio immunisieren zu lassen, auch durch Auffrischungsimpfungen, und ausschließlich sichere Lebensmittel und Wasser zu sich zu nehmen.

Australien: Melioidose. Im hohen Norden von Queensland wurden vermehrt Fälle von Melioidose („Pseudo-Rotz“) gemeldet. Es gab Todesfälle. Melioidose ist eine bakterielle Krankheit, die über kontaminierte Böden und Oberflächenwasser übertragen wird. Menschen können sich auch durch einen offenen Schnitt oder eine Wunde infizieren. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, die Exposition gegenüber Wasser und Boden zu minimieren, offene Wunden abzudecken, Handschuhe und Stiefel zu tragen und beim Umgang mit Erde die Atemwege zu schützen.

China: Vogelgrippe. Aus China werden von Menschen, die direkten Kontakt mit Geflügel hatten, Infektionen mit den Vogelgrippestämmen H5N6 und H9N2 gemeldet. Die Vogelgrippe kann eine leichte bis schwere Atemwegserkrankung verursachen, die tödlich sein kann. Die meisten infizierten Menschen hatten direkten Kontakt zu Vögeln. Das Infektionsrisiko in der Allgemeinbevölkerung scheint gering zu sein. Infektionen lassen sich durch Hygiene vermeiden und dadurch, dass der Kontakt mit Vögeln und ihrer Umgebung vermieden wird.

Cook-Inseln: Dengue-Fieber. Auf der Inselgruppe im Südpazifik ist das Dengue-Fieber unterwegs. Dengue wird hauptsächlich über Mückenstiche übertragen und kann eine Reihe von Symptomen verursachen, unter anderem Fieber, Kopfschmerzen und Ausschlag. Einige Menschen können eine schwere Form entwickeln, die zu tödlichen Komplikationen führen kann. Die sicherste Vorsichtsmaßnahme ist es, Mückenstiche zu vermeiden.

Guinea: Ebola. Anfang Februar wurde aus der Präfektur N’Zerekore in Guinea nach dem Tod einer Krankenschwester ein Ebola-Ausbruch erklärt. Ebola wird durch Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Menschen übertragen. Reisende können Infektionen vermeiden, indem sie streng auf Hygiene achten, Insektenstiche vermeiden, den Kontakt mit Blut und Körperflüssigkeiten vermeiden und nicht an traditionellen Beerdigungen teilnehmen. Gesundheitseinrichtungen, die Ebola-Patienten behandeln, sollten gemieden werden. International SOS empfiehlt, alle Reisen in betroffene Gebiete zu verschieben.

Neukaledonien: Leptospirose. Die zu Frankreich gehörende Inselgruppe im Pazifik registriert unverändert einen Anstieg der Fälle von Leptospirose. Die bakterielle Krankheit wird hauptsächlich durch kontaminiertes Wasser übertragen. Die Symptome sind oft mild und grippeähnlich, aber die Infektion kann schwerwiegend sein und unbehandelt zu Organversagen führen, das tödlich sein kann. Vor Infektionen schützt es, den Kontakt mit kontaminiertem Wasser zu vermeiden.

Nigeria: Lassa-Fieber. Nigeria meldet das Lassa-Fieber, ein virales hämorrhagisches Fieber. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt meist durch die Aufnahme oder Inhalation von Ausscheidungen infizierter Nagetiere. Die Krankheit kann sich auch durch direkten Kontakt mit den Körperflüssigkeiten einer infizierten Person ausbreiten. Strenge Hygiene die Vermeidung des Kontakts mit kranken Menschen sind die besten Maßnahmen zur Vorbeugung.

Pakistan: Masern. In Pakistan sind die Masern ausgebrochen. Masern werden durch ein hoch ansteckendes Virus verursacht, das sich über infizierte Tröpfchen von Mensch zu Mensch ausbreitet. Masern können zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Reisende sollten die vollständige Impfung sicherstellen.

Réunion: Dengue-Fieber. Im Süden und im Westen der zu Frankreich gehörenden Insel im Indischen Ozean gab es einen Ausbruch des Dengue-Fiebers. Dengue wird hauptsächlich über Mückenstiche übertragen. Die sicherste Vorsichtsmaßnahme ist es, Mückenstiche zu vermeiden.

Tschad: Masern. Im afrikanischen Staat sind die Masern ausgebrochen. Masern werden durch ein hoch ansteckendes Virus verursacht, das sich über infizierte Tröpfchen von Mensch zu Mensch ausbreitet. Reisende sollten die vollständige Impfung sicherstellen.

Diese Übersicht über die aktuellen Gesundheitsgefahren in der Welt hat der Medizin- und Sicherheitsdienstleister International SOS exklusiv für Reise vor9 zusammengestellt.