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1. September 2020 | 16:00 Uhr
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Wo auf der Welt im September Gesundheitsgefahren lauern

Beherrschendes Thema bleibt das Coronavirus. Aber auch andere Krankheiten lauern, vor allem Polio und Dengue. Hygiene, sichere Nahrungsmittel und Wasser, die Vermeidung von Mückenstichen und Impfungen bleiben wichtige Maßnahmen. Ein Gesundheits-Update für Reisende vom Medizin- und Sicherheitsdienstleister International SOS.

Gesundheit Dengue Virus in 3D

Das Dengue-Virus breitet sich zum Beispiel in den USA aus

Coronavirus: Wer gegenwärtig reist, sollte sich über die hygienischen Vorschriften und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens am Zielort unterrichten. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus Sars-CoV-2, Auslöser der Krankheit Covid-19, stellt International SOS unter pandemic.internationalsos.com/2019-ncov bereit. Einen Index der wichtigsten Faktoren für den Geschäftsbetrieb in den Ländern der Welt, einschließlich Covid-19, bietet die erweiterte Travel Risk Map von International SOS unter travelriskmap2017-uat.azurewebsites.net/#/planner/map/coviddomestic.

Angola: Polio. Fälle von zirkulierendem, von Impfstoffen abgeleitetem Poliovirus Typ 2 (cVDPV2) werden aus der Provinz Zaire gemeldet. Polio ist eine ansteckende Viruserkrankung, die zu Lähmungen und zum Tod führen kann. Reisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt vollständig gegen Polio immunisieren zu lassen und ausschließlich sichere Lebensmittel und Wasser zu sich zu nehmen.

Äthiopien: Cholera. Eine steigende Zahl von Cholera-Fällen ist aufgetreten. Die Krankheit breitet sich über kontaminierte Nahrung und Wasser aus. Reisende, die in hochwertigen Unterkünften mit Zugang zu sicheren Lebensmitteln und Wasser übernachten, sind einem geringen Risiko ausgesetzt. Wer mit unhygienischen Bedingungen rechnet, sollte sich impfen lassen.

Elfenbeinküste: Polio. In mehreren Regionen wurden neue Fälle bestätigt. Polio wurde außerdem in Umweltproben aus Abidjan nachgewiesen. Reisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt vollständig gegen Polio immunisieren zu lassen und ausschließlich sichere Lebensmittel und Wasser zu sich zu nehmen.

Fidschi: Dengue. Im Inselstaat ist das Dengue-Fieber ausgebrochen, das hauptsächlich über Mückenstiche übertragen wird. Die sicherste Vorsichtsmaßnahme ist es, Mückenstiche zu vermeiden. Leptospirose. Von den Fidschi-Inseln wird auch ein Anstieg der Fälle von Leptospirose gemeldet. Die bakterielle Krankheit wird hauptsächlich durch kontaminiertes Wasser übertragen. Wer sich im Land aufhält, sollte den Kontakt mit kontaminiertem Wasser vermeiden.

Frankreich: Dengue. Eine lokale Ansteckung mit Dengue-Fieber wurde im Département Hérault in Südfrankreich bestätigt. Die Krankheit wird hauptsächlich über Mückenstiche übertragen wird. Die sicherste Vorsichtsmaßnahme ist es, Mückenstiche zu vermeiden.

Französisch-Guayana: Dengue. Auch das französische Überseegebiet registriert eine erhöhte Zahl von Dengue-Fieber-Fällen. Gelbfieber. Ein tödlicher Fall von Gelbfieber wurde Anfang August bei einem Teenager gemeldet. Gelbfieber ist eine potenziell schwere Viruserkrankung, die über Mückenstiche übertragen wird. In Französisch-Guayana ist für Einreisende eine Gelbfieber-Impfbescheinigung vorgeschrieben.

Guinea: Masern. Im Land sind Masern aufgetreten. Masern werden durch ein hoch ansteckendes Virus hervorgerufen. Alle Reisenden Richtung Guinea sollten sicherstellen, dass sie vollständig gegen Masern immun sind.

Guinea: Polio. Fälle von zirkulierendem Poliovirus werden aus der Region Kankan gemeldet. Reisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt vollständig gegen Polio immunisieren zu lassen.

Jemen: Polio. Fälle von zirkulierendem Poliovirus im Regierungsbezirk Saada wurden offiziell zum Ausbruch erklärt. Reisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt vollständig gegen Polio immunisieren zu lassen.

Kambodscha: Chikungunya-Fieber. In der Stadt Poipet in der Provinz Banteay Meanchey wurde gegen Ende Juli ein Ausbruch von Chikungunya-Fieber gemeldet. Es gibt keine spezifische Behandlung und keinen Impfstoff. Die beste Prävention ist die Vermeidung von Mückenstichen.

Kamerun: Cholera. Cholera-Ausbrüche werden aus mehreren Regionen gemeldet. Die Krankheit breitet sich über kontaminierte Nahrung und Wasser aus. Wer mit unhygienischen Bedingungen rechnet, sollte sich impfen lassen. Polio. Ein Fall von zirkulierendem Poliovirus wurde bestätigt. Polio ist eine ansteckende Viruserkrankung, die zu Lähmungen und zum Tod führen kann. Reisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt vollständig gegen Polio immunisieren zu lassen.

Kanada: Salmonellen. Ende Juli wurde ein starker Anstieg von Salmonellen-Fällen beobachtet – die Quelle des Ausbruchs ist noch nicht identifiziert. Es sind Fälle in vier Provinzen sowie auf Prince Edward Island aufgetreten. Prävention erfolgt durch Auswahl sicherer Lebensmittel.

Kasachstan: Lungenentzündungen. Medien berichteten Mitte Juli über eine Zunahme von Lungenentzündungen in den Regionen Atyrau, Aktobe und Chimkent. Die genaue Ursache ist noch nicht bekannt, das Land verzeichnet jedoch einen Anstieg der Covid-19-Fälle.

Mali: Polio. Ein Fall von zirkulierendem Poliovirus ist aufgetreten. Reisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt vollständig gegen Polio immunisieren zu lassen.

Mongolei: Pest. Einige wenige Fälle von Pest werden aus zwei benachbarten Provinzen in der westlichen Mongolei gemeldet. In einigen Gebieten wurde eine Quarantäne erlassen, um die Ausbreitung zu verhindern. Der westliche Teil des Landes ist für Pestvorkommen bekannt. Infektionen lassen sich durch strenge Hygienemaßnahmen vermeiden sowie durch Schutz gegen Flohbisse und die Vermeidung des Kontakts zu kranken Menschen.

Somalia: Polio. In der Region Banadir wurden Fälle von zirkulierendem Poliovirus nachgewiesen. Reisenden wird empfohlen, sich vor Reiseantritt vollständig gegen Polio immunisieren zu lassen.

Spanien: West-Nil-Virus. Ein Ausbruch des West-Nil-Virus in der südlichen Region Andalusien hat mehr als zehn Menschen betroffen, von denen mindestens zwei gestorben sind. Das Virus wird durch Mückenstiche verbreitet. Es gibt keinen Impfstoff. Die sicherste Prävention ist es, Mückenstiche zu vermeiden.

Thailand: Chikungunya-Fieber. Das Land verzeichnet eine zunehmende Zahl von Fällen des Chikungunya-Fiebers. Die Viruserkrankung, die durch infizierte Mücken übertragen wird, ist in Thailand dauerhaft präsent. Es gibt keinen Impfstoff. Die beste Prävention ist die Vermeidung von Mückenstichen.

USA: Dengue. In Monroe County, Florida, wurden Ende Juli lokale Ansteckungen mit Dengue-Fieber bestätigt. Ein allgemein empfohlener Impfstoff steht in Deutschland noch nicht zur Verfügung. Salmonellen. Ende Juli wurde ein starker Anstieg von Salmonellen-Fällen beobachtet – die Quelle des Ausbruchs ist noch nicht identifiziert. Es sind Fälle in 23 US-Bundesstaaten aufgetreten. Prävention erfolgt durch Auswahl sicherer Lebensmittel und die sichere Zubereitung von Lebensmitteln für den Verzehr.

Vietnam: Diphtherie. Aus der Region Central Highlands werden Fälle von Diphtherie gemeldet, darunter einige Todesfälle. Diphtherie ist eine schwere, potenziell tödliche bakterielle Infektion. Die Krankheit ist hoch ansteckend. Prävention erfolgt durch Impfung.

Diese Übersicht über die aktuellen Gesundheitsgefahren in der Welt hat der Medizin- und Sicherheitsdienstleister International SOS exklusiv für Reise vor9 zusammengestellt.

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