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10. Juni 2019 | 07:00 Uhr
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Amex GBT sieht hohen Schulungsbedarf bei Reiserichtlinien

Der Geschäftsreiseanbieter hat sich in einer Umfrage mit Verbreitung und Akzeptanz von Online-Buchungstools beschäftigt. Bei 92 Prozent der Travel Manager sind sie im Einsatz, wobei sich 80 Prozent zudem alle Dienste auf einer Plattform wünschen. Die Reisenden spielen nur bedingt mit, zum einen aus Unwissen und zum anderen, weil sie glauben, außerhalb der offiziellen Tools günstigere Preise zu finden.

ACTE Global (Association of Corporate Travel Executives) hat in Zusammenarbeit mit American Express Global Business Travel die neue Studie „One Size Does Not Fit All“ herausgegeben: Eine große Mehrheit (81 Prozent) der Befragten gibt an, dass sie befugt sind, den Reisenden vorzugeben, Reisen über Unternehmenstools und -Plattformen zu buchen; fünf Prozent der Befragten gaben jedoch zu, dass die Akzeptanz derzeit unter zehn Prozent liegt. Dies zeigt, dass es trotz der Unternehmensrichtlinien immer noch echte Herausforderungen und einen Bedarf an kontinuierlicher Weiterbildung in Bezug auf die Benutzerakzeptanz gibt.

Schulungen zur Förderung der Akzeptanz
Dieses Verhalten der Mitarbeiter könnte auf mangelnde interne Schulungen zur Anwendung zurückzuführen sein. Weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Befragten kommunizieren regelmäßig mit den Mitarbeitern über ihre Buchungstools. Noch überraschender ist es, dass acht Prozent der befragten Travel Manager sagen, ihr Unternehmen habe noch nie mit den Mitarbeitern über Buchungstools gesprochen, auch nicht während des Implementierungs-Prozesses.

Korrektur von Fehlinformationen unter den Mitarbeitern
Die Befragung legt nahe, dass viele Mitarbeiter möglicherweise nicht den Wert der Nutzung von OBTs zur Buchung von Geschäftsreisen verstehen, was zu niedrigeren Nutzungsraten führt. 39 Prozent der Travel Manager sagen, der Hauptgrund für Mitarbeiter nicht über die OBT eines Unternehmens buchen, bestehe darin, dass sie glauben, über andere Quellen einen besseren Preis erzielen und Geld sparen zu können.

Veränderte Erwartungen
Als Privatpersonen nutzen Reisende zunehmend hochintegrierte Plattformen und Technologien für online- und mobiles Einkaufen, was die Erwartung fördert, dass OBTs die gleichen benutzerfreundlichen Funktionalitäten aufweisen. Nur elf Prozent der Befragten geben an, dass Chat- und Instant Messaging (IM)-Kanäle derzeit für die Buchung von Reisen genutzt werden, aber mehr als ein Drittel (35 Prozent) plant, sie in Zukunft als Optionen für Reisende hinzuzufügen. Diese Daten spiegeln den Wunsch wider, mit den Trends im Einzelhandel Schritt zu halten, und bieten der Branche die Möglichkeit, diese zu übertreffen. Travel Manager und Technologieanbieter sollten dies berücksichtigen, raten die Autoren der Studie.

Travel Manager, die sich Sorgen um eine geringe Akzeptanzrate von OBT in ihrem Unternehmen machen, äußerten auch Bedenken hinsichtlich der Erfüllung der Sorgfaltspflicht „Duty of Care“ (56 Prozent) für Mitarbeiter, die außerhalb der Unternehmensrichtlinien buchen (56 Prozent) und sorgen sich um ungenutzte Potentiale, Geld zu sparen (55 Prozent).
Da jedes Unternehmen unterschiedliche reisebezogene Anforderungen hat, sagen 90 Prozent der Travel Manager, dass die Optimierung ihrer OBT-Plattform auf der Basis ihrer Reiserichtlinien und bevorzugter Partner mäßig bis extrem wichtig war.

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