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3. Februar 2026 | 11:52 Uhr
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Bahn fehlt Geld für Maßnahmen, die schnell wirken könnten

Der Bund investiert 2026 rund 23 Milliarden Euro in die Schiene. Dennoch fehlt der Bahn Geld für kleine und mittlere Maßnahmen, die Engpässe im Netz beseitigen und die Pünktlichkeit rasch verbessern könnten. Während das Verkehrsministerium von einer Lücke von rund 300 Millionen Euro spricht, beziffert die Bahn den Fehlbetrag bis 2030 auf mehr als eine Milliarde Euro.

Bahn Gleise  und Weichen

Investitionen in Weichen oder Überleitstellen finden kein umfassendes politisches Echo

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Überholgleise, zusätzliche Weichen oder Überleitstellen sind in der Außenwirkung wenig glamourös. Sie sind kaum sichtbar und mobilisieren keine großen Eröffnungsfeiern. Für den Betrieb der Deutschen Bahn sind sie dennoch wichtig. Die sogenannten kleinen und mittleren Maßnahmen sollen Engpässe im überlasteten Netz beseitigen und die Leistungsfähigkeit erhöhen.

Insgesamt 355 dieser Projekte plane die Bahn bis 2030, berichtet die Süddeutsche Zeitung (Abo). Mit Investitionen von maximal 50 Millionen Euro pro Maßnahme, oft deutlich weniger, gälten sie als vergleichsweise günstig. Angesichts einer Fernverkehrs-Pünktlichkeit von 52,1 Prozent im Januar ein starkes Argument.

Milliardeninvestitionen, aber kein Geld für Naheliegendes

Dass es dennoch an Geld fehlt, zeigt eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Matthias Gastel, die der Süddeutschen vorliegt. Demnach hat die Bundesregierung bis 2030 einen Finanzbedarf von 1,938 Milliarden Euro für kleine und mittlere Maßnahmen identifiziert. Finanziert seien bislang 1,625 Milliarden Euro. Es fehlten also rund 300 Millionen Euro, trotz des Sondervermögens für Infrastruktur.

Die Bahn kommt laut dem Blatt zu einer deutlich anderen Rechnung. Für die Umsetzung aller 355 Maßnahmen seien bis 2030 insgesamt 3,08 Milliarden Euro an Bundesmitteln nötig, teilt ein Sprecher mit. Gesichert seien davon 1,51 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt sowie weitere 470 Millionen Euro aus dem Klimaschutzpaket. Nach Rechnung des Konzerns klafft damit eine Lücke von rund 1,1 Milliarden Euro.

Seit 2022 hat die Bahn 138 dieser sogenannte kleinen und mittleren Maßnahmen (KumM) umgesetzt. Für dieses Jahr sind 35 Projekte geplant, für 2027 weitere 40, für 2028 sogar 80. Kurzfristig sieht das Ministerium keinen Handlungsbedarf und verweist darauf, dass für das laufende Jahr ausreichend Mittel bereitstünden.

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