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27. April 2026 | 12:03 Uhr
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Bahn will Preise bis Mai 2027 stabil halten

Die Bahn will die Ticketpreise im Fernverkehr bis Mai kommenden Jahres stabil halten. Bahnchefin Evelyn Palla (Foto) kündigte damit zum zweiten Mal in Folge einen Verzicht auf die übliche Preiserhöhung an. Die frühe Festlegung solle Kunden Sicherheit geben, sagt sie.

Palla Evelyn

Evelyn Palla spricht von einem "Neustart" für den Bahnkonzern, dessen Züge zuverlässiger fahren soll

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Nach Angaben des Unternehmens ist es das erste Mal in der Geschichte der Deutschen Bahn, dass die Preisentwicklung so früh bis weit ins Folgejahr hinein festgelegt wird. Bereits im vergangenen Jahr hatte es keine Preiserhöhung gegeben.

Palla setzt auf Sicherheit in unsicheren Zeiten

Palla begründet den Schritt mit der aktuellen Verunsicherung vieler Kunden. Die Preise an den Zapfsäulen seien zuletzt stark gestiegen und schwankten weiter, auch die Flugpreise blieben unsicher. Die Bahn wolle deshalb Sicherheit und Stabilität bieten für alle, die mobil bleiben wollten und müssten.

Die DB-Chefin verknüpft die Entscheidung mit ihrem angekündigten "Neustart" für den Konzern. Mehr Verantwortung übernehmen und neue Prioritäten setzen, sei dabei ihr Anspruch. Oberste Priorität habe nun, dass die Züge fahren und dass Reisen bezahlbar bleibe.

Kritik wegen Verspätungen und Ausfällen

Der Fahrgastverband Pro Bahn hält die Ankündigung indes nicht für ausreichend. Der Ehrenvorsitzender Detlef Neuß sagte nach Angaben der Tagesschau, die Bahn müsse die Preise senken, zumindest für einen bestimmten Zeitraum. Wenn Züge fast immer zu spät kämen und so viele ausfielen, sei der Verzicht auf eine Preiserhöhung zu wenig.

Neuß betont zudem, dass eine Preiserhöhung in der aktuellen Lage ohnehin kaum vermittelbar gewesen wäre. Außerdem verwies er darauf, dass die Preise im Fernverkehr je nach Strecke und Auslastung stark schwankten. Ob sich der Verzicht auf Preiserhöhungen im Alltag der Kunden spürbar auswirke, bleibe deshalb offen.

Flexpreise zuletzt Ende 2024 erhöht

In den vergangenen Jahren hatte die Bahn ihre Preise im Fernverkehr meist zum Fahrplanwechsel im Dezember angehoben. Als Gründe nannte sie dabei vor allem steigende Personal- und Energiekosten. Zuletzt wurden Ende 2024 die Flexpreise im Schnitt um 5,9 Prozent erhöht. Mit einem Flexpreis-Ticket können Reisende am Geltungstag praktisch jeden Zug auf einer Strecke nutzen.

Die Preiszusage betrifft den Fernverkehr mit ICE, Intercity und Eurocity, den die Bahn auf eigene Rechnung betreibt. Im Regionalverkehr werden die Preise in der Regel von Verkehrsverbünden festgelegt. Dort waren Einzel-, Mehrfahrten- und Zeitkarten zuletzt vielerorts teurer geworden. Auch der Preis für das Deutschlandticket im Nah- und Regionalverkehr wurde von ursprünglich 49 Euro auf mittlerweile 63 Euro erhöht.

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