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3. Februar 2017 | 12:36 Uhr
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BDL: Bund soll Kosten für Luftsicherheit übernehmen

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft fordert, dass sich der Bund deutlich stärker als bisher an den sogenannten Luftsicherheitskosten beteiligt. Der neue Verbandspräsident, Fraport-Chef Stefan Schulte, kritisiert, dass die Behörden die Fluggesellschaften und Flughäfen alleine für diese Kosten im Umfang von rund 700 Millionen Euro pro Jahr aufkommen lassen. Weil dies in anderen Ländern, wie zum Beispiel Spanien, Italien und den USA, anders sei, erwachse der Luftfahrt in Deutschland daraus ein Wettbewerbsnachteil. Der werde immer größer, denn "jeder neue Vorfall, jeder neue Anschlagsversuch sorgt für zusätzliche Maßnahmen", die zwar die Sicherheit verbesserten, aber auch die Kosten in die Höhe trieben.

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"Die Aufgaben der Gefahrenabwehr und der Terrorbekämpfung sind immer mehr zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden", argumentiert Schulte. Deshalb sollten die Kontrollaufgaben der Behörden zu einem erheblichen Teil vom Staat getragen werden. So, wie es bei anderen Verkehrsträgern und im öffentlichen Raum insgesamt bereits der Fall sei.

Anlass der Forderung war die Vorstellung der Branchenbilanz für das vergangene Jahr. Während das Wachstum der deutschen Airlines magere 1,4 Prozent betrug, legten die europäischen Fluggesellschaften insgesamt immerhin um 4,6 Prozent zu.  Das starke Wachstum des Luftverkehrs im Nahen Osten (+ 11,2 %) und Asien (+9,2 %) hielt unterdessen an. "Die deutsche Luftverkehrswirtschaft fällt zurück", schlägt Schulte Alarm. Die Jahreszahlen seien "ein erneuter und lauter Weckruf in Richtung Politik zum Handeln".

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