BDL verlangt Entlastungen für deutsche Airlines
Der Luftfahrtverband BDL fordert angesichts stark gestiegener Kerosinpreise Entlastungen für die Luftfahrt. Seit Beginn des Iran-Kriegs habe sich der Kerosinpreis mehr als verdoppelt, kleinere Airlines seien besonders belastet. Der Verband verlangt niedrigere staatliche Standortkosten und Änderungen am europäischen Emissionshandel.
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Kerosin wird für die Airlines zum immer größeren Kostenfaktor
Es war nicht anders zu erwarten: Kurz nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz Entlastungen für Autofahrer in Aussicht gestellt hat, meldet sich die Luftfahrtindustrie zu Wort, um ihrerseits und zum wiederholten Male Entlastungen für sich einzufordern – diesmal in Gestalt des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL).
BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang warnt vor einer zusätzlichen Belastung der Fluggesellschaften durch hohe Treibstoffkosten. Wenn über Hilfen für die Verkehrs- und Transportwirtschaft gesprochen werde, dürfe der Luftverkehr nicht außen vor bleiben, argumentiert er. Als Beispiel für die angespannte Lage kleinerer Airlines verweist er auf das laufende Schutzschirmverfahren der lettischen Fluggesellschaft Air Baltic.
Kritik an Standortkosten und EU-Regeln
Um die internationale Anbindung deutscher Metropolregionen zu sichern, fordert der Verband zugleich eine Senkung der staatlichen Standortkosten – auch das ist keineswegs neu.
Auf europäischer Ebene sieht der BDL ebenfalls Handlungsbedarf. Der EU-Emissionshandel und die vorgeschriebene Beimischung nachhaltiger Flugkraftstoffe belasteten europäische Airlines nach Darstellung des Verbands einseitig. Die Bundesregierung solle sich deshalb in Brüssel für Änderungen einsetzen.
Konkret schlägt der BDL ein Moratorium beim europäischen Emissionshandel vor. Dieser solle stärker an das globale Klimaschutzinstrument Corsia angepasst werden. Damit will der Verband nach eigenen Angaben verhindern, dass die derzeitige Kostenbelastung der europäischen Fluggesellschaften weiter steigt.
Christian Schmicke