Tägliche News für die Travel Industry

12. Oktober 2020 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

Costa-Chef kritisiert deutsche Politik für Kreuzfahrtwarnung

In einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Außenminister Heiko Maas fordert Michael Thamm eine Neufassung der Kreuzfahrt-Reisewarnung und die Aufhebung der Reisewarnung für die Kanaren. Das Mutterunternehmen von Costa und Aida, die Carnival Corporation, veröffentlichte unterdessen neue Zahlen zu pandemiebedingten Verlusten.

Thamm Michael

Michael Thamm

Anzeige
Disney

Themenwoche DISNEY in Counter vor9

Walt Disney World feiert 50. Geburtstag. Es wurde viel umgebaut, es gibt neue Attraktionen – für alle Disney-Fans ist Orlando schon deshalb ein Traumziel. Was Reisebüros darüber wissen müssen, erfahren Sie hier. Jetzt beim Gewinnspiel mitmachen und Goodies gewinnen! Eine Themenwoche in Counter vor9 rückt auch Ihre Destination in den Mittelpunkt.

Laut "Bild" fordert Thamm in seinem Brief, es solle nicht länger vor Fahrten auf Schiffen mit klaren Sicherheitskonzepten in abgesicherten Regionen oder Ländern wie Italien, Griechenland und den Kanaren gewarnt werden. Die Kanaren sollten kein Risikogebiet mehr sein, wenn der aktuelle Positivtrend bei den Corona-Infektionen anhalte. Zudem erbat Thamm Unterstützung bei Gesprächen mit der spanischen und kanarischen Regierung, um das Wiederanlaufen des Kreuzfahrttourismus "innerhalb eines bestmöglich abgesicherten Konzeptes" zu ermöglichen.

"Kein guter Job"

Dem Branchenblatt "FVW" sagte der Costa-Chef, er sei "nicht damit einverstanden, eine ganze Branche zu opfern, weil man einfach nicht bereit ist, sich mit der Kreuzfahrt als geschlossenem System auseinanderzusetzen". Weder Außenminister Maas noch Gesundheitsminister Spahn machten "da einen guten Job", so Thamm weiter. Dies sei auch einer der Gründe, warum Costa nicht ab Deutschland, sondern von Italien aus fahre. Dort habe sich "der Premierminister persönlich für das Thema engagiert".

500 Millionen Verlust pro Monat

Die Carnival Corporation, Mutterunternehmen von Costa und der deutschen Schwestermarke Aida Cruises, hatte am Donnerstag erklärt, das Unternehmen verliere derzeit monatlich umgerechnet zwischen 465 und 650 Millionen Euro. Der Konzern sei aber zuversichtlich, angesichts guter Nachfrage für das nächste Jahr über die Runden zu kommen. Carnival verfüge über Reserven im Umfang von sieben Milliarden Euro, sagte CEO Arnold Donald.

Christian Schmicke

Kennen Sie schon den täglichen Podcast von Reise vor9? Alles Wichtige für Reiseprofis in drei Minuten. Einfach mal reinhören:

Sie haben der Darstellung dieses Inhalts nicht zugestimmt. Mit Ihrer Erlaubnis wird der Inhalt angezeigt. Dann werden bestimmte Daten an eine dritte Partei übermittelt.

Zeige Podigee-Inhalte Podigee-Inhalte ausblenden
Anzeige Reise vor9