Laut "Bild" fordert Thamm in seinem Brief, es solle nicht länger vor Fahrten auf Schiffen mit klaren Sicherheitskonzepten in abgesicherten Regionen oder Ländern wie Italien, Griechenland und den Kanaren gewarnt werden. Die Kanaren sollten kein Risikogebiet mehr sein, wenn der aktuelle Positivtrend bei den Corona-Infektionen anhalte. Zudem erbat Thamm Unterstützung bei Gesprächen mit der spanischen und kanarischen Regierung, um das Wiederanlaufen des Kreuzfahrttourismus "innerhalb eines bestmöglich abgesicherten Konzeptes" zu ermöglichen.
"Kein guter Job"
Dem Branchenblatt "FVW" sagte der Costa-Chef, er sei "nicht damit einverstanden, eine ganze Branche zu opfern, weil man einfach nicht bereit ist, sich mit der Kreuzfahrt als geschlossenem System auseinanderzusetzen". Weder Außenminister Maas noch Gesundheitsminister Spahn machten "da einen guten Job", so Thamm weiter. Dies sei auch einer der Gründe, warum Costa nicht ab Deutschland, sondern von Italien aus fahre. Dort habe sich "der Premierminister persönlich für das Thema engagiert".
500 Millionen Verlust pro Monat
Die Carnival Corporation, Mutterunternehmen von Costa und der deutschen Schwestermarke Aida Cruises, hatte am Donnerstag erklärt, das Unternehmen verliere derzeit monatlich umgerechnet zwischen 465 und 650 Millionen Euro. Der Konzern sei aber zuversichtlich, angesichts guter Nachfrage für das nächste Jahr über die Runden zu kommen. Carnival verfüge über Reserven im Umfang von sieben Milliarden Euro, sagte CEO Arnold Donald.
Christian Schmicke
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