Tägliche News für die Travel Industry

12. Oktober 2020 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

Costa-Chef kritisiert deutsche Politik für Kreuzfahrtwarnung

In einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Außenminister Heiko Maas fordert Michael Thamm eine Neufassung der Kreuzfahrt-Reisewarnung und die Aufhebung der Reisewarnung für die Kanaren. Das Mutterunternehmen von Costa und Aida, die Carnival Corporation, veröffentlichte unterdessen neue Zahlen zu pandemiebedingten Verlusten.

Thamm Michael

Michael Thamm

Anzeige
Die Presse Schau

In Wien etabliert sich eine neue Lifestyle-Messe mit Reisen

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr veranstaltet die österreichische Tageszeitung Die Presse vom 4. bis 6. November die zweiten Ausgabe ihrer Lifestyle-Messe "SCHAU" in Wien. Wie bei der Premiere bildet das Thema hochwertige Reisen wieder einen Schwerpunkt. Reise vor9

Laut "Bild" fordert Thamm in seinem Brief, es solle nicht länger vor Fahrten auf Schiffen mit klaren Sicherheitskonzepten in abgesicherten Regionen oder Ländern wie Italien, Griechenland und den Kanaren gewarnt werden. Die Kanaren sollten kein Risikogebiet mehr sein, wenn der aktuelle Positivtrend bei den Corona-Infektionen anhalte. Zudem erbat Thamm Unterstützung bei Gesprächen mit der spanischen und kanarischen Regierung, um das Wiederanlaufen des Kreuzfahrttourismus "innerhalb eines bestmöglich abgesicherten Konzeptes" zu ermöglichen.

"Kein guter Job"

Dem Branchenblatt "FVW" sagte der Costa-Chef, er sei "nicht damit einverstanden, eine ganze Branche zu opfern, weil man einfach nicht bereit ist, sich mit der Kreuzfahrt als geschlossenem System auseinanderzusetzen". Weder Außenminister Maas noch Gesundheitsminister Spahn machten "da einen guten Job", so Thamm weiter. Dies sei auch einer der Gründe, warum Costa nicht ab Deutschland, sondern von Italien aus fahre. Dort habe sich "der Premierminister persönlich für das Thema engagiert".

500 Millionen Verlust pro Monat

Die Carnival Corporation, Mutterunternehmen von Costa und der deutschen Schwestermarke Aida Cruises, hatte am Donnerstag erklärt, das Unternehmen verliere derzeit monatlich umgerechnet zwischen 465 und 650 Millionen Euro. Der Konzern sei aber zuversichtlich, angesichts guter Nachfrage für das nächste Jahr über die Runden zu kommen. Carnival verfüge über Reserven im Umfang von sieben Milliarden Euro, sagte CEO Arnold Donald.

Christian Schmicke

Kennen Sie schon den täglichen Podcast von Reise vor9? Alles Wichtige für Reiseprofis in drei Minuten. Einfach mal reinhören:

Sie haben der Darstellung dieses Inhalts nicht zugestimmt. Mit Ihrer Erlaubnis wird der Inhalt angezeigt. Dann werden bestimmte Daten an eine dritte Partei übermittelt.

Zeige Podigee-Inhalte Podigee-Inhalte ausblenden
Anzeige Reise vor9