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7. Oktober 2022 | 22:08 Uhr
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Das Reisebüro der Zukunft muss auch online stark auftreten

Der Shift von der persönlichen Beratung im Reisebüro zur Online-Buchung setzt sich fort. Im Gegensatz zum Geschäft im stationären Vertrieb sind die Online-Umsätze in den vergangenen zwei Jahren sogar gestiegen. Für Markus Heller (Foto), Chef der Unternehmensberatung Dr. Fried + Partner, muss das Reisebüro der Zukunft deshalb im Internet fit sein.

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Markus Heller von der Unternehmensberatung Dr. Fried + Partner sieht online Chancen für Reisebüros

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Heller sprach am Freitag auf einer Tagung der Frankfurter University of Applied Sciences (UAS) zur Zukunft der Reisebüros. Die sieht er vor allem in der Verbindung von stationärem und Online-Vertrieb. Der Gesamtmarkt der Reiseveranstalter sei im Touristikjahr 2021/22 im Vergleich zu 2018/19 corona-bedingt um 14 Prozent geschrumpft. Doch das sei alleine zu Lasten der stationären Reisebüros gegangen, deren Umsatz um 31 Prozent rückläufig war. Der Online-Vertrieb legte in den zwei Jahren hingegen sogar um 46 Prozent zu.

Diese Entwicklung verändere den deutschen Urlaubsreisemarkt nachhaltig. "Online-Buchungen erfahren einen Schub", sagt Heller. Das werde sich fortsetzen. Zunehmend sind auch ältere Menschen mit dem Internet vertraut. "Mehr als die Hälfte der Reisenden wird sich künftig in der Reisevorbereitung ausschließlich online informieren", so der Branchenbeobachter.

Doch dies bedeutet für Heller aber nicht das Ende der Reisebüros. Vielmehr biete auch ihnen das Internet Chancen, erfolgreich zu bestehen. Dazu müssten sie aber digital fit sein. Heller sieht in mehreren Bereichen Potenziale. Durch intelligente Vernetzung und erweiterte Services der Vertriebskanäle lasse sich die Kundenbindung verbessern. Reisebüros könnten mit maßgeschneiderten und auf Verfügbarkeit geprüften Angeboten punkten. Durch effiziente Steuerung der Vertriebskanäle seien zum Beispiel Zusatzumsätze durch Mehrwertdienste oder Pre- & Post Sales-Aktivitäten denkbar.

Um im Omni-Channel-Vertrieb bestehen zu können, bräuchten die Reisebüros neue Kompetenzen. Neben dem fachlichen und Beratungs-Know-how zählt für Heller etwa das strukturierte Bearbeiten der Kundenanfragen dazu. Reiseverkäufer müssten kreativ und originell sein und die Initiative ergreifen. Und natürlich die Nutzung der Systeme und neuen Medien beherrschen.

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