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11. Februar 2026 | 17:27 Uhr
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Doppelstreik legt Lufthansa-Flüge ab Deutschland lahm

Bei Lufthansa kommt es am Donnerstag, 12. Februar, zu einem ganztägigen Streik von Piloten und Kabinenpersonal. Bestreikt werden alle Abflüge der Kernmarke ab deutschen Flughäfen. Lufthansa kündigt umfangreiche Streichungen an, nennt aber keine Zahl. Drehkreuze Frankfurt und München sowie weitere Airports stehen im Fokus. Umbuchungen und Bahn-Alternativen sollen möglich sein.

Lufthansa Frankfurt Flugzeuge am Gate Foto Lufthansa Rolf Bewersdorf.jpg

In Frankfurt werden am Donnerstag wohl die meisten Lufthansa-Flüge ausfallen

Am Donnerstag steht der Lufthansa-Flugbetrieb ab Deutschland unter Druck. Die Vereinigung Cockpit und die Kabinengewerkschaft Ufo rufen Piloten sowie Flugbegleiter zu einem eintägigen Ausstand auf. Der Streik beginnt um 00:01 Uhr und endet um 23:59 Uhr.

Die Piloten bestreiken Flüge der Kernmarke Lufthansa und der Frachtairline Lufthansa Cargo, die von deutschen Flughäfen starten. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo ruft das Kabinenpersonal der Lufthansa-Kerngesellschaft und der Regionaltochter Cityline zum Warnstreik auf. Betroffen sind neben Frankfurt und München auch Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.

Umfang der Ausfälle bleibt offen

Lufthansa kündigt "umfangreiche Flugstreichungen" an, ohne eine konkrete Zahl zu nennen. Grundsätzlich sollen sämtliche Starts ab Deutschland bestreikt werden. Auf digitalen Abflugtafeln, etwa in Frankfurt, waren am Mittwochnachmittag nach Angaben der Hessenschau bereits zahlreiche Verbindungen als gestrichen markiert; vereinzelt sollen Flüge dennoch stattfinden. Erst für Freitag rechnet Lufthansa mit einer Rückkehr zum normalen Flugplan.

Nicht vom Streikaufruf betroffen sind Eurowings und Discover. Auch die ausländischen Konzern-Airlines Swiss, Austrian, Ita und Brussels Airlines fliegen weiter. Unklar bleiben die Auswirkungen auf den Flugbetrieb der Tochter Lufthansa City Airlines.

Optionen für Reisende und Pauschalreisende

Lufthansa will betroffene Passagiere automatisch benachrichtigen, in der Regel per E-Mail oder App. Bei Annullierungen soll eine kostenfreie Umbuchung auf nicht bestreikte Verbindungen möglich sein, bei Bedarf auch auf andere Airlines. Innerdeutsche Flüge können nach Angaben der Lufthansa durch Bahnfahrkarten ersetzt werden; das Ticket gilt am Ausstellungstag und am Folgetag in Zügen der Deutschen Bahn.

Christian Schmicke

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