DRSF-Geschäftsführer Arnaout verlässt den Fonds
Ali Arnaout legt seine Funktion als Geschäftsführer des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) Ende Februar nieder. Co-Geschäftsführer Stefan Korsch führt operativ weiter, die Nachfolge soll bis März geklärt sein.
DRSF
Ali Arnaout beendet seine Arbeit beim DRSF
Arnaout scheide "plangemäß" nach drei Jahren aus der Geschäftsführung aus, teilt der DRSF mit. Hauptberuflich lehrt er als Professor für International Management an der Hochschule Wismar. Der Wechsel an der Spitze sei vorbereitet, heißt es. Ein nahtloser Übergang soll gesichert sein.
Aufbauarbeit nach der Pandemie
Zum DRSF kam Arnaout zunächst als Beirat, nachdem er von Aida Cruises, wo er als Finanzchef arbeitete, an die Hochschule wechselte. Ein Jahr lang wirkte er in dieser Rolle, bevor ihn die Gesellschafter zu März 2023 in die Geschäftsführung beriefen. Der Fonds befand sich damals organisatorisch und finanziell noch im Aufbau – in einer Phase, die die Branche unmittelbar nach der Corona-Pandemie als besonders herausfordernd beschreibt.
Achim Wehrmann, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbandes (DRV) und Vertreter des größten Gesellschafters, spricht von einer "komplexen Situation" und dankt Arnaout dafür, Verantwortung für die Umsetzung des Reisesicherungsfondsgesetzes übernommen zu haben.
Feuerprobe FTI und Entgeltsenkung
Wehrmann zieht eine positive Bilanz der Amtszeit: Der Fonds stehe heute "finanziell und organisatorisch sehr gut da". Zudem habe der DRSF mit der Insolvenz der FTI Group seine "operative Feuerprobe" bestanden. Darauf könne die künftig wieder komplette Geschäftsführung aufbauen.
Auch Arnaout verweist auf Ergebnisse der vergangenen Monate. "Den DRSF mit aufbauen und gestalten zu können war eine tolle Herausforderung", sagt er, und betont den Anteil des Teams. Nach der Entgeltsenkung im Herbst 2025 seien weitere "wichtige strategische Weichen" gestellt worden.
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