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23. Februar 2026 | 15:20 Uhr
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VUSR attackiert DRV wegen Sicherungsfonds

Der Reisebüroverband VUSR wirft dem DRV in einem offenen Brief politische Einflussnahme beim Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) vor. Anlass ist der Abschied von Geschäftsführer Ali Arnaout nach drei Jahren. Arnaout selbst betont, sein Weggang sei lange geplant gewesen und nicht Folge von Konflikten.

Konflikt Streit Fäuste

Der VUSR fühlt sich zu Unrecht aus den Entscheidungsstrukturen des DRSF ausgeschlossen

In dem offenen Brief an die Verantwortlichen des DRV stellt der Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros VUSR die Hintergründe der Personalentscheidung öffentlich infrage. Offiziell wird das Ausscheiden Arnaouts zum Ende seiner dreijährigen Amtszeit als planmäßiges Vertragsende kommuniziert. Der VUSR spricht jedoch von einer "politischen Dimension", die unübersehbar sei. Bereits im Spätsommer 2025 seien Gespräche über eine Vertragsverlängerung geführt worden, eine Einigung sei nicht zustande gekommen, heißt es in dem vom VUSR-Vorstand unterzeichneten Schreiben.

Weil der DRSF an der Schnittstelle von Markt und Regulierung operiere, müsse seine Führung erkennbar unabhängig agieren – sowohl von parteipolitischen Interessen als auch von ministeriellen Einflusslinien. In der Branche werde zunehmend wahrgenommen, dass sich der DRV in zentralen Fragen näher an regulatorischen und ministeriellen Perspektiven als an wirtschaftlichen Interessen weiter Teile der Branche orientiere, so der Vorwurf des Reisebüroverbandes.

VUSR bleibt außen vor

Einen Kern der Kritik bildet naheliegenderweise die nicht ganz neue Tatsache, dass der VUSR selbst kein Gesellschafter des DRSF ist und auch vom Beirat des Fonds ausgeschlossen bleibt. Die VUSR-Vorsitzende Marija Linnhoff sagte Reise vor9, man habe sowohl im Hinblick auf die Gesellschafterebene als auch in Sachen Beirat versucht, Teil des DRSF zu werden, sei damit jedoch gescheitert. Für das Scheitern macht Linnhoff den DRV als Mehrheitsgesellschafter verantwortlich. Wenn ein wirtschaftlich relevanter Verband strukturell ausgeschlossen werde, entstehe ein Legitimitätsproblem.

Ali Arnaout selbst begründete seinen Abschied gegenüber dem Fachportal FVW indes anders, als es das Schreiben des VUSR nahelegt. "Für mich war der DRSF ein Mandat, eine anvertraute Aufgabe. Das Mandat gebe ich jetzt zurück, nachdem ich es erfüllt habe", wird er zitiert. Er betonte zudem, sein Weggang sei von Anfang an geplant gewesen: "Ich bin mit der Erwartung reingegangen: drei Jahre. Die Entscheidung, ob ich weitermache oder nicht, habe ich schon vor langer Zeit getroffen." Es gebe "keinen Auslöser, keine Abnutzung".

Christian Schmicke

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