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DRV plant ausgeglichenen Etat, SRV höhere Beiträge

Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat 2025 mit einem kleinen Überschuss von 10.600 Euro abgeschlossen und plant für 2027 einen ausgeglichenen Haushalt von 2,65 Millionen Euro. Mitgliederaustritte verursachen allerdings Einnahmeausfälle. Der Schweizer Reiseverband (SRV) will unterdessen die Beiträge für sogenannte Passivmitglieder deutlich erhöhen. Darüber wird Ende Oktober abgestimmt.

Der DRV erzielte 2025 nach eigenen Angaben Einnahmen von rund 2,6 Millionen Euro, davon resultierten knapp 2,2 Millionen aus Mitgliedsbeiträgen. Für 2026 rechnet der Verband mit Einnahmen und Ausgaben von jeweils 2,68 Millionen Euro. Positiv entwickelten sich laut DRV die Veranstaltungen: Sowohl die Jahrestagung auf den Azoren als auch die ITB hätten einen finanziellen Überschuss gebracht.

Für 2027 kalkuliert DRV-Finanzvorständin Ute Dallmeier mit Beitragseinnahmen von 2,21 Millionen Euro. Darin enthalten ist eine Beitragserhöhung um 2,8 Prozent – zum Inflationsausgleich, wie es heißt. Mitgliederaustritte, darunter der des Geschäftsreisedienstleisters American Express Global Business Travel (GBT Deutschland), verursachen einen Einnahmeausfall von 42.000 Euro.

Trotz des knappen Budgets plant der DRV zwei neue Stellen für Strategie und Bildung. Zudem sind Mittel für IT-Projekte und die Reform der touristischen Ausbildung vorgesehen. Das Geschäftsfeld Business Travel will der Verband stärker einbinden.

Schweizer Verband plant deutliche Erhöhungen

Beim Schweizer Reiseverband sollen Passivmitglieder, zu denen etwa Fluggesellschaften, Hotels, Technologieanbieter und touristische Dienstleister zählen, künftig höhere Beiträge zahlen. Künftig je nach Branche und Unternehmensgröße zwischen 750 und 3.750 Franken jährlich, berichtet das Fachportal Travel Inside. Bislang liegt der Beitrag einheitlich bei 650 Franken. Besonders stark würden die Beiträge für Airlines, Banken und Versicherungen steigen.

Der SRV begründet die Veränderung mit einer gerechteren Verteilung der Finanzierung und bietet den betroffenen Mitgliedern zusätzliche Leistungen an. Für aktive Mitglieder wie Reisebüros und Veranstalter bleiben die Beiträge unverändert. Über das neue Modell entscheidet die Generalversammlung am 28. Oktober im ägyptischen El Gouna. Bei Zustimmung soll es ab April 2027 vollständig gelten.