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2. Juni 2026 | 14:03 Uhr
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DRV-Präsident stärkt Reisebüros den Rücken

DRV-Präsident Albin Loidl hat beim Tag des Reisevertriebs in Frankfurt vor weiter steigenden Reisepreisen gewarnt und Reisebüros als "Fundament des touristischen Vertriebs" bezeichnet. Die Zukunft könne gut werden, wenn sich der Vertrieb dem Wandel stelle, glaubt er.

Loidl Albin

Albin Loidl erklärt die Reisebüros zum "Fundament des touristischen Vertriebs"

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Loidl eröffnete den Tag des Reisevertriebs mit einem Appell zu mehr Austausch und Veränderungsbereitschaft. Der DRV-Präsident stellte die Veranstaltung unter das Motto "Gemeinsam stärker im Vertrieb" und verwies auf die Themen, die den Vertrieb derzeit prägen: künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Kundenerwartungen, Preisentwicklung und neue Geschäftsmodelle.

Für Loidl sind Gespräche zwischen unterschiedlichen Marktteilnehmern ein wesentlicher Teil der Lösung. Die Herausforderungen seien komplex. Deshalb bedürfe es des Austausches zwischen Reisebüros, Veranstaltern, Geschäftsreiseprofis, Technologieanbietern und Vertriebsexperten.

Preise werden zur sozialen Frage

Als größte Herausforderung nannte Loidl die Preisentwicklung. Niemand könne derzeit seriös sagen, ob es einen klassischen Last-Minute-Sommer geben werde. Klar sei aber, dass sich die weitere Entwicklung des Reisejahres stark am Preis entscheide.

Dabei gehe es nicht nur um einzelne Vertriebsmechanismen oder Cashback-Modelle. Viele Familien stünden inzwischen vor der Frage, ob klassische Urlaubsreisen noch finanzierbar seien. Die Branche habe lange von hoher Zahlungsbereitschaft profitiert. Nun scheine bei vielen Haushalten eine Grenze erreicht.

Daraus leitet der Verbandspräsident einen politischen Auftrag für den DRV ab. Der müsse auf Rahmenbedingungen einwirken, die Reisen verteuern. Dazu zählte er Luftverkehrssteuern, staatliche Abgaben, Gebühren, regulatorische Kosten und Belastungen durch den Deutschen Reisesicherungsfonds. Sicherheit und Verbraucherschutz stelle der Verband nicht infrage. Es gehe um ein Gleichgewicht zwischen Absicherung und bezahlbaren Reisen.

Reisebüros bleiben zentral

Trotz der breiteren Ausrichtung des Vertriebs hob Loidl die Bedeutung stationärer Reisebüros hervor. Sie seien weiterhin das Fundament des touristischen Vertriebs. Beratungsqualität, Kundennähe und Fachkompetenz blieben zentrale Stärken der Reisewirtschaft.

Gleichzeitig dürfe der Vertrieb nicht stehen bleiben. Kunden erwarteten neue Services, Wettbewerber drängten in den Markt, digitale Technologien veränderten Arbeitsweisen. Künstliche Intelligenz sei deshalb kein Randthema, sondern ein Schwerpunkt der Verbandsarbeit.

Lernen statt Lagerdenken

Zum Schluss seiner Rede warnte der DRV-Chef davor, Vertriebswege gegeneinander auszuspielen. Klassische und digitale Geschäftsmodelle müssten voneinander lernen. Reisebüros könnten von Technologieunternehmen profitieren, digitale Anbieter von der Beratungsqualität stationärer Vertriebe.

Christian Schmicke

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