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17. April 2020 | 13:29 Uhr
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Easyjet sieht sich für bis zu neun Monate Grounding gerüstet

Das Unternehmen verfüge über ausreichende Liquidität, um einen solchen Zeitraum überbrücken zu können, sagt Easyjet-Chef Johan Lundgren. Er rechne allerdings nicht damit, dass die weltweiten Einschränkungen für den Flugverkehr so lange andauern.

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Easyjet-Chef Johan Lundgren sieht die Airline für einen längeren Shutdown gerüstet

Im Fall einer Aufhebung der Beschränkungen werde es sicher Nachholeffekte geben, vermutet der CEO des Low-Cost-Carriers. Ein Indiz dafür sei es, dass die Buchungen für den Winter jetzt bereits deutlich über denen des Vorjahres lägen.

An eine schnelle Rückkehr zu einer Praxis wie vor der Coronakrise Normalität war, glaubt Lundgren indes nicht. So müssten neben zusätzlichen Hygienemaßnahmen wahrscheinlich auch die Abstände in den Maschinen vergrößert werden. Man könne dann den mittleren Sitz in jeder Reihe frei lassen, schlägt er vor.

Airline-Pläne weichen stark voneinander ab

Michael O’Leary, Chef des Widersachers Ryanair, hatte sich zuvor vehement gegen eine derartige Lösung ausgesprochen. Er unterstütze Maßnahmen wie Gesichtsmasken für Crew und Passagiere sowie Messungen der Körpertemperatur, lehne aber Forderungen wie die, die Flugzeuge zugunsten von Sicherheitsabständen zu einem Drittel nicht auszulasten, ab, sagte er der Nachrichtenagentur „Reuters“.

Lundgren erklärte zu den kurz- und mittelfristigen Perspektiven, Easyjet könne bei Bedarf eine zusätzliche Liquidität von bis zu 2,2 Milliarden Euro aufbringen, was zu einem Guthaben von etwa 3,8 Milliarden Euro führen würde. Zudem verkleinere die Airline die Flotte und habe Auslieferungen von Flugzeugen verschoben, um flexibler zu werden. Sechs Flugzeuge sollen verkauft werden.

Den Forderungen des Easyjet-Gründers und -Großaktionärs Stelios Haji-Ioannou, den Kauf von 107 Airbus-Maschinen im Gesamtumfang mehr als fünf Milliarden Euro zu stornieren, erteilt die Unternehmensführung indes weiter eine Absage. Dieser hatte damit gedroht, ansonsten weitere eigene Investitionen in die Airline, die eine Voraussetzung für Staatshilfen wären, zu verweigern.

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