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23. Februar 2021 | 17:37 Uhr
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ECTAA kritisiert Rückzahlungspraxis der Airlines scharf

Auch ein Jahr nach dem Beginn der Corona-Krise ignorierten oder verzögerten einige Fluggesellschaften immer noch Rückzahlungsansprüche für Kundengelder nach abgesagten Flügen, erklärt der europäische Verband der Reisebüros und Veranstalter.

Refund

Einige Airlines stellen sich bei Rückzahlungen weiter quer

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Eine Reihe von Airlines sei der Verpflichtung zur Rückerstattung von bezahlten Tickets für gestrichene Flüge an Veranstalter und Reisebüros nachgekommen, heißt es in einer Mitteilung. Diese wiederum hätten dadurch die berechtigten Ansprüche ihrer Kunden auf Rückerstattungen erfüllen können.

Andere Fluggesellschaften ignorierten oder verzögerten Refunds dagegen weiter und brächten so ihre Vertriebspartner in die Klemme, die mit den Rückerstattungsforderungen ihrer Kunden konfrontiert seien, so ECTAA. "Öffentliche Ankündigungen einiger Fluggesellschaften, die erklären, dass die Rückzahlungen nunmehr erfolgt seien, hinterlassen einen falschen Eindruck", heißt es weiter. Die Angelegenheit sei keineswegs gelöst, weil viele Carrier mit den Rückzahlungen immer noch im Rückstand seien.

Nationale Behörden scheitern mit Durchsetzung

Man habe sich mit dem Problem mehrfach an die EU-Kommission gewandt. Doch die Durchsetzung der EU-Passagierrechte liege bei den nationalen Behörden und einige von denen schienen davor zurückzuschrecken, zu handeln. Die Wettbewerbsbehörden seien aufgefordert worden, Finanzhilfen für die Fluggesellschaften an die Erstattungen für ausgefallene Flüge zu knüpfen. Aber obwohl die Airlines Milliarden an Steuergeldern erhalten hätten, verweigerten oder verzögerten einige von ihnen weiter die Auszahlung an Vertriebspartner und Kunden.

 Veranstalter und Reisebüros seien wegen ihrer Rückzahlungspraxis selbst oft kritisiert worden. Zugleich sei es ihnen aber unmöglich ausstehende Zahlungen der Flugindustrie einzutreiben. "Das schädigt nicht nur die Kunden, sondern es schadet auch dem Ruf der betroffenen Unternehmen massiv und schädigt das Verbrauchervertrauen, das so wichtig ist, um den Tourismus wieder in Gang zu bringen", heißt es von dem Reisebüro- und Veranstalterverband.

"Es ist völlig unakzeptabel, die Geldkrise die Wertschöpfungskette hinunter zu verlagern", sagt ECTAA-Präsident Pawel Niewiadomski. Diese Praxis müsse sowohl unter Wettbewerbsaspekten als auch aus der Sicht des Verbraucherschutzes gestoppt werden.

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