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8. Juli 2019 | 07:00 Uhr
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Flugsicherung macht bei Verspätungen Fortschritte

Zumindest statistisch, denn die flugsicherungsbedingte Verspätung im deutschen Luftraum habe im Juni bei 106 Sekunden pro Flug gelegen – 15 Sekunden weniger als im Vorjahresmonat, berichten die Kontrolleure. Dabei sei die Zahl der Flüge insgesamt gestiegen. Den Klagen der Fluggesellschaften über den starken Anteil der Flugsicherung an ihren Verspätungen widerspricht die DFS vehement.

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Am 28. Juni seien europaweit mehr als 37.000 Flüge an einem einzigen Tag kontrolliert worden, teilt die DFS mit – das sei mehr als jemals zuvor. Fast jeder dritte Flug führe durch den deutschen Luftraum, wegen der zentralen Lage sei Dweutschland eine der am dichtesten beflogenen Regionen Europas. In den ersten sechs Monaten des Jahres hat die DFS im deutschen Luftraum 1,61 Millionen Flüge nach Instrumentenflugregeln registriert – rund 21.000 mehr als in der gleichen Zeitspanne 2019. Im Juni 2019 wurden 304.374 Flüge gezählt. 

Maßnahmen gegen Personalnot

Um trotz Personalnot die Zahl und Länge der Verspätungen zu verringern, hat die DFS nach eigenen Angaben gemeinsam mit den Kontrollzentralen der Nachbarländer seit Ende April Flüge auf einigen Strecken abgesenkt, um den überlasteten oberen Luftraum zu entzerren. Das bedeutet zwar für die Airlines einen höheren Kerosinverbrauch und für Anwohner eine stärkere Lärmbelastung, aber es hilft bei der Pünktlicheit.

Zudem haben laut DFS viele Mitarbeiter im operativen Bereich bereits vom 1. Juni an freiwillige Zusatzschichten übernommen, über ihre eigentliche Arbeitszeit hinaus. Auch die Ausbildung neuer Fluglotsen laufe trotz Sommerferien auf Hochtouren, heißt es. Von den 122 jungen Menschen, die bis Ende 2019 ihre Ausbildung begonnen haben sollten, nähmen bereits 54 Auszubildende am Unterricht in der Akademie in Langen teil. Auch in 2020 werde dieser Trend fortgesetzt, die Zahl der Azubis werde auf 146 steigen.

Airlines verursachen das Gros der Verspätungen selbst

Flugsicherungsbedingte Verzögerungen machten insgesamt nur einen geringen Teil der gesamten Verspätung aus, erklärt die DFS und widerspricht damit den Aussagen vieler Airlines. Nach Angaben der europäischen Flugsicherungsagentur Eurocontrol habe von Januar bis Mai die durchschnittliche Verspätung pro Flug 11,3 Minuten betragen, fast die Hälfte davon sei von den Airlines verursacht worden. Der Anteil der europäischen Flugsicherungen habe in den ersten fünf Monaten bei weniger als einer Minute gelegen.

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