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9. April 2022 | 11:06 Uhr
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Fünf-Tage-Woche im Büro ist bei Veranstaltern die Ausnahme

Die meisten Mitarbeiter von Veranstaltern leisten mindestens einen Teil ihrer Arbeit von zu Hause oder einem anderen Ort ihrer Wahl aus. Rund ein Viertel ist sogar ausschließlich im Homeoffice oder mobilen Office aktiv. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Reise-vor9-Umfrage.

Mobile Office

Eine großer Teil der Veranstaltermitarbeiter muss nicht ständig im Büro präsent sein

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An der Umfrage, die Ende März online durchgeführt wurde, nahmen rund 600 Reiseprofis teil. Das Ergebnis ist deutlich: Nur elf Prozent erklärten, sie arbeiteten immer im Büro, die große Mehrheit arbeitet teilweise oder ganz von anderen Orten aus. 70 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass dies auch nach dem Ende der aktuell hohen Corona-Infektionszahlen so bleibt. 30 Prozent erklären hingegen, das Arbeiten teilweise oder ganz vom Homeoffice aus sei ausschließlich eine Vorsichtsmaßnahme angesichts der Pandemie.

Nun war es bei Veranstaltern schon immer so, dass ein Teil der Beschäftigten, etwa im Hoteleinkauf, häufig nicht am Firmensitz, sondern von unterwegs der Arbeit nachging. Eine Mehrheit registriert dennoch eine pandemiebedingte Veränderung. So sagen gut 60 Prozent der Umfrageteilnehmer, sie hätten mit Blick auf den Arbeitsort durch Corona mehr Flexibilität erlangt. Bei etwas mehr als einem Fünftel gibt es in der Firmenzentrale für die Mitarbeiter keine festen Schreibtische mehr.

Ein Tag von zu Hause oder fünf?

In der konkreten Ausgestaltung unterscheiden sich die Strategien der Veranstalter allerdings deutlich, wie aus zahlreichen Kommentaren der Umfrageteilnehmer hervorgeht. Die Bandbreite erstreckt sich von der Möglichkeit, einen Tag pro Woche aus dem Homeoffice zu arbeiten, bis hin zu Konstruktionen, bei denen die Reiseprofis lediglich einmal pro Woche in der Firma Flagge zeigen müssen. Auch zwei bis drei Tage Homeoffice oder mobile Office pro Woche sind gängige Lösungen.

Als Nachteil empfinden den Trend, nicht mehr überwiegend vom Büro aus zu arbeiten, übrigens nur wenige Touristiker im Veranstaltergeschäft. Fünf Prozent erleben die Einführung von Homeoffice-/mobile Office-Varianten eher als Belastung. Damit erweist sich mobiles Arbeiten aus Sicht der Unternehmen auch als Instrument, um für Arbeitnehmer attraktiv zu bleiben. Bei einer Reise-vor9-Umfrage Anfang März hatten 87 Prozent der Teilnehmer aus dem Veranstaltergeschäft erklärt, Homeoffice und mobiles Arbeiten seien Mittel, mit denen sich die Firmen als attraktive Arbeitgeber präsentieren wollten.

Übrigens: Nicht nur bei den Reiseveranstaltern, sondern auch bei den Reisebüros ist das Homeoffice angekommen, wie die Reise-vor9-Umfrage zeigt. Eine detaillierte Auswertung zum stationären Vertrieb lesen Sie hier.

Christian Schmicke

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