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14. Mai 2021 | 12:49 Uhr
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Grüner Tourismuspolitiker Tressel macht Schluss mit Politik

Der saarländische Bundestagsabgeordnete und tourismuspolitische Sprecher seiner Partei Markus Tressel kandidiert nach drei Wahlperioden nicht wieder für den Deutschen Bundestag und auch nicht erneut als Landesvorsitzender der saarländischen Grünen.

Tressel Markus

Markus Tressel kandidiert nicht wieder für den Bundestag

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Der Politiker wolle sich nach über 20 Jahren in der Politik neuen Aufgaben an der Schnittstelle von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zuwenden und Nachhaltigkeitsprojekte voranbringen, heißt es in einer Meldung des Portals "Politik & Kommunikation". Tressel vertritt die Grünen unter anderem im Tourismusausschuss des Bundestages und ist mit der Materie gut vertraut. Neben den Anliegen des Verbraucherschutzes hat der 44-Jährige oft ein offenes Ohr für die Belange der Branche bewiesen.

Unter anderem sprach sich der Grünen-Politiker im vergangenen Oktober gegen pauschale und flächendeckende Schließungen von Gastronomie, Hotellerie und Kultureinrichtungen aus. Diese seien "bei einem verantwortungsvollen Betrieb nicht die Treiber der Pandemie", erklärte er. Auch in die Problematik des geplanten Reisesicherungsfonds arbeitete sich der tourismuspolitische Sprecher der Grünen ein und forderte ein transparentes Verfahren dazu, wer den Fonds gründen und kontrollieren solle.

Offenes Ohr für Belange der Branche

Zudem machte Tressel auf die Sorgen mittelständischer Veranstalter aufmerksam. Es sei "fraglich, ob die durch Corona angeschlagene Tourismuswirtschaft den Aufwuchs des Zielkapitals von 750 Millionen Euro in nur fünf Jahren stemmen" könne, schrieb er. Zwar sei die Intention, an dieser Stelle die Risiken für den Haushalt zu minimieren, nachvollziehbar, aber es müsse ein Weg gefunden werden, der gerade kleine und mittlere Unternehmen nicht mit zu hohen Beiträgen überfordere.

Neben Markus Tressel tritt auch sein älterer Bruder Thomas, Landesgeschäftsführer der saarländischen Grünen, den Rückzug aus der Politik an. Die "Saarbrücker Zeitung" macht dafür eine Verschlechterung des Klimas innerhalb des Landesverbandes verantwortlich. Markus Tressel, seit 2017 Landesvorsitzender, hatte seinen bevorstehenden Rückzug aus der aktiven Politik damit begründet, dass er mehr Zeit für seine Familie haben wolle. Als Nachfolgerin kandidiert beim Parteitag am 20. Juni die Saarbrücker Bürgermeisterin Barbara Meyer-Gluche.

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