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24. September 2020 | 13:36 Uhr
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Incoming-Tourismus geht im Juli um 57 Prozent zurück

Das Statistische Bundesamt meldet für den Sommermonat einen Rückgang der Zahl der Ausländer-Übernachtungen auf 4,8 Millionen. In den ersten sieben Monaten des Jahres übernachteten 60 Prozent weniger Gäste aus anderen Ländern in deutschen Hotels.

Deutschland Neuschwanstein Foto iStock Rudy Balasko

Ausländische Besucher sind in diesem Jahr vielerorts Mangelware, auch auf Schloss Neuschwanstein

Von Januar bis Juli verzeichneten die Beherbergungsbetriebe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 20,4 Millionen Übernachtungen. Vor allem Gäste aus Übersee fehlten, ihre Übernachtungszahl ging um gut 90 Prozent zurück. Am wenigsten betroffen war das Incoming-Geschäft aus den Nachbarländern. So verzeichneten die Quellmärkte Niederlande (-27,8%), Schweiz (-29,2%), Polen (-35,6%), Dänemark (-23,8%) und Belgien (-27,5%) vergleichsweise "moderate" Rückgänge. Insgesamt gab das Incoming-Geschäft aus Europa um knapp 47 Prozent nach.

Auch in den nächsten Monaten werde das Geschäft schwierig bleiben, weiß Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Mittel- und langfristig werde das positive Image Deutschlands aber zu Chancen einer Erholung im Incoming-Geschäft beitragen. So stehe Deutschland nach vorab veröffentlichten Ergebnissen des Anholt-Ipsos Nation Brands Index (NBI) in diesem Jahr an der Spitze von 20 Reiseländern, in die internationale Touristen in den kommenden fünf Jahren am liebsten reisen würden. Zugleich bescheinige die Umfrage Deutschland die "Führungsposition" unter dem Aspekt des Krisenmanagements im Gesundheitssystem.

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