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16. April 2020 | 13:22 Uhr
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Investor Samih Sawiris übernimmt Mehrheit an FTI

Nachdem das Bundeskartellamt die Mehrheitsbeteiligung von Samih Sawiris an der FTI Group genehmigt hat, hält der ägyptische Projekt- und Hotelentwickler 75,1 Prozent der Anteile am Unternehmen. Der Deal beinhaltet eine Kapitalerhöhung, das Management soll unverändert bleiben.

Sawiris Samih 4 Orascom 2015 Foto Orascom

Samih Sawiris zieht bei FTI nun die Fäden

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Sawiris war im Oktober 2014 bei der FTI GROUP eingestiegen und hielt bis dato 33,66 Prozent an dem Touristikunternehmen. Hauptanteilseigner waren bislang FTI-Gründer und Managing Director Dietmar Gunz sowie Roula Jouny, CEO von Meeting Point Hotels & DMCs.

Die Mehrheitsverschiebung zugunsten des ägyptischen Unternehmers geht einher mit einer Erhöhung des Eigenkapitals. Das Management der Gruppe aus Dietmar Gunz, Roula Jouny, Ralph Schiller, Carsten Becker und Andreas Eickelkamp habe dadurch gemeinsam mit Sawiris ein Finanzierungspaket erarbeiten können, das, wie kürzlich gemeldet, durch staatliche Garantien unterstützt wird.

Kapitalerhöhung war Bedingung für Staatshilfen

Für die Unterstützung durch den Bund, die Länder Bayern, Thüringen und Berlin sowie die Hausbanken war das finanzielle Engagement des Investors offenbar Voraussetzung. "Dieses 'Corona-Finanzierungspaket' wäre ohne das finanzielle Engagement unseres Partners und Gesellschafters Sostnet – dem Family Office von Samih Sawiris – und der damit verbundenen Erhöhung des Eigenkapitals nicht möglich gewesen", bestätigt Gunz.

Sawiris erweitert in seiner neuen Rolle als Hauptanteilseigner sein aktuelles Portfolio aus Feriendestinationen, Hotels und Vertrieb mit der Beteiligung an der Reisebürokette RV Touristik. Der 63-Jährige ist Gründer und Präsident der Destinations- und Hotelentwicklungsgesellschaft Orascom.

Keine Veränderung beim Management

Neuausrichtungen im FTI-Management seien nicht in Planung heißt es. „Die lange Zusammenarbeit zwischen den Mitgesellschaftern, dem Management und mir funktioniert hervorragend“, sagt Sawiris. Auf Basis dieser Erfahrung könne er "sicherstellen, dass es für die Gruppe keine außerordentlichen Änderungen in der Führung des operativen Geschäfts geben wird". Auch an der Zusammenarbeit zwischen FTI und Orascom werde sich im Vergleich zu heute nichts ändern, bestätigt Sawiris.

Hoffnung auf Abu-Dhabi-Millionen bleibt

Still ist es dagegen um das Mitte Dezember angekündigte Investment der staatlichen Abu Dhabi Developmental Holding Company (ADDH) im Volumen von 100 Millionen Euro geworden. Vom Tisch seien die Pläne, die die Besucherzahlen für Abu Dhabi steigern sollen, aber keineswegs, heißt es von FTI. "Es sind derzeit keine Änderungen vorgesehen. Wir haben mit der ADDH vereinbart, dass die Partnerschaft und die bereits angestoßenen Projekte wie geplant fortgeführt werden", sagt Firmengründer Gunz auf Anfrage von Reise vor9.

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