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5. September 2021 | 19:04 Uhr
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Konflikt um Bahnstreik spitzt sich weiter zu

Nachdem das Arbeitsgericht Frankfurt eine Einstweilige Verfügung der Deutschen Bahn gegen den Streik der Lokführergewerkschaft GDL abgelehnt hat, wird der Streik der Lokführergewerkschaft GDL bis Dienstagfrüh fortgesetzt. Kritik daran kommt mittlerweile auch von Gewerkschaftsseite.

Bahn Gleise Weichen Signale Sonnenuntergang Foto iStock Patrick Poendl.jpg

Bei der Bahn wird vorerst weiter gestreikt

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Bahnreisende müssen sich wegen des Streiks der Lokführergewerkschaft GDL auch am Montag auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Der Ersatzfahrplan laufe stabil, heißt es unterdessen von der Bahn. Der anhaltende Konflikt sorgt unterdessen auch im Gewerkschaftslager für Unmut. DGB-Chef Reiner Hoffmann kritisierte das Verhalten der GDL und forderte die Lokführergewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Eine Berufsgruppe wie die Lokführer setze ihre partikularen Interessen gegen das Gesamtinteresse aller anderen Bahn-Beschäftigten durch, sagte Hoffmann der Rheinischen Post. Die GDL gehört nicht zum DGB, sonder deren Konkurrenzgesellschaft EVG.

Obwohl die Differenzen zwischen der Gewerkschaft und der Bahn nicht sehr groß seien, weigere sich GDL-Chef Claus Weselsky, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, erklärte der DGB-Chef. Im Kern gehe es Weselsky darum, seine Gewerkschaft zu erhalten und ihren Einflussbereich zu vergrößern, um auf diese Weise mehr Mitglieder zu gewinnen.

Bisher ist die GDL nur in 16 der mehr als 300 Bahn-Betriebe befugt, Tarifverträge auszuhandeln; für alle anderen sei die größere DGB-Verkehrsgewerkschaft EVG zuständig. GDL-Chef Weselsky, der die Zahl der GDL-Mitglieder mit 38.000 beziffert, will gerichtlich feststellen lassen, welche der beiden konkurrierenden Gewerkschaften tatsächlich mehr Mitglieder in den Betrieben hat. Wenn die tatsächlichen Mitgliederzahlen auf den Tisch kämen, werde "die Wahrheit offensichtlich", so der Gewerkschaftsführer. Die Wahrheit sei, dass die GDL heute schon in den Eisenbahnverkehrsunternehmen in fast allen Betrieben die Mehrheit habe.

Der aktuelle Streik soll am Donnerstag um 2 Uhr früh enden.

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