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27. November 2020 | 13:04 Uhr
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LCC feilen an Technik und steigen ins mobile Geschäft ein

Neue Tools sollen die Social-Media-Auftritte der Büros professionalisieren und die Online-Präsenz stärken, kündigt Geschäftsführer Markus Orth bei der virtuellen Konferenz der Lufthansa City Center an. Mit der neuen Marke Travelista plant die Kette zudem den Start im mobilen Reisevertrieb.

LCC Konferenz

Für die Konferenz wurde die LCC-Zentrale zum Studio

Rund 500 Partner hätten sich zur virtuellen Tagung der Lufthansa City Center vom 24. bis zum 26. November „eingefunden“, berichtet Orth. Das digitale Format war live aus der Frankfurter Zentrale des Franchiseverbundes ausgestrahlt worden. Wie Orth und der Bereichsleiter Franchise, Holger Laube, im Gespräch mit Reise vor9 erklärten, habe die Zentrale der Reisebürokette die zurückliegenden Monate genutzt, um in die Verbindung digitaler Kundenschnittstellen mit persönlichem Service zu investieren.

So erhalten die Franchisepartner demnächst ein digitales Paket, das es ihnen ermöglicht, die virtuellen Kundenkontakte über die sozialen Medien "mit geringem Aufwand zu professionalisieren", kündigt der LCC-Geschäftsführer an. Spätestens im Frühjahr 2021 könnten die Reisebüros zudem ein neues Online-Schaufenster für ihre Kunden öffnen. Es soll die lokale Sichtbarkeit im Netz erhöhen und "den Kunden über das Smartphone durch die Ladentür" führen. Geplant sei zudem, die zentrale Buchungsplattform Bridge-IT, die unter anderem mit vielen Direkt-Schnittstellen zu Airlines arbeitet, im nächsten Jahr auch für externe Unternehmen zu öffnen.

Travelista soll sich nur an Experten richten

Anfang nächsten Jahres werde LCC auch ins mobile Reisegeschäft einsteigen, sagte Franchiseleiter Laube Reise vor9. Die neue Marke, für die die technischen Voraussetzungen gemeinsam mit der Rita AG geschaffen würden, soll Travelista heißen und Reiseprofis eine Heimat bieten, die ihre Zukunft nicht mehr im Vertrieb über ein eigenes Ladenlokal mit Angestellten sehen. Man suche bereits nach „qualifizierten und interessierten Reiseberatern“, sagt Laube. An Quereinsteiger richte sich das Angebot nicht.

Für das kommende Jahr rechnet LCC-Chef Orth bei seinen Franchisenehmern im Schnitt mit einem Geschäftsvolumen auf dem Niveau von rund 50 Prozent des Jahres 2019 – vorausgesetzt, dass die Reisebeschränkungen vom Frühjahr an schrittweise abgebaut würden. Das Europa-Geschäft werde sich dabei schneller erholen als der Fernreisesektor, vermutet Orth. Im Geschäftsreisebereich werde die Erholung insgesamt länger dauern und auch von strukturellen Veränderungen der Unternehmensstrategien betroffen sein. Für die Lufthansa City Center zahle es sich in diesem Zusammenhang aus, dass sie vorwiegend für kleinere und mittelgroße Unternehmen aktiv seien. „Die brauchen den unmittelbaren Kundenkontakt und sitzen schon in den Startlöchern“, formuliert es Laube.

Christian Schmicke  

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