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18. Oktober 2019 | 07:00 Uhr
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Lufthansa will trotz Ufo-Streikdrohung nach Plan fliegen

"Unser klares Ziel ist es, am kommenden Sonntag unser volles Flugprogramm aufrechtzuerhalten", so ein Lufthansa-Sprecher auf Anfrage von Reise vor9. Streiks der Flugbegleitergewerkschaft Ufo bei Lufthansa seien rechtswidrig. Ufo hatte ihre Mitglieder für Sonntag von 6 bis 11 Uhr in Frankfurt und München zu einem Warnstreik aufgerufen.

Lufthansa Flugbegleiter blickt auf Vorfeld

Fliegt sie oder fliegt sie nicht? Lufthansa will trotz Streikdrohung der Flugbegleitergewerkschaft am Sonntag alle Flüge durchführen

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Während der fünf Stunden am Sonntagvormittag sind an beiden Drehkreuzen rund 160 Starts geplant. Die sollen laut Lufthansa pünktlich abheben. "Wir prüfen, ob wir rechtliche Schritte wegen des angekündigten Streiks unternehmen", lässt Lufthansa in einem Statement verlauten.

Lufthansa erkennt Ufo derzeit nicht als Verhandlungspartner an. "Sowohl die Gewerkschaftseigenschaft der Ufo als auch die Vertretungsbefugnis des Ufo-Vorstands sind nach wie vor ungeklärt", sagt ein Sprecher. "Vor diesem Hintergrund sind Streikaufrufe und Streiks aus unserer Sicht rechtswidrig und auch Verhandlungen mit Ufo sind weiterhin nicht möglich." Ufo hingegen sieht das anders und wirft Lufthansa vor, die Flugbegleitergewerkschaft verdrängen und durch Verdi als genehmeren Tarifpartner ersetzen zu wollen.

Die FAZ spricht von einem Kleinkrieg bei Lufthansa. Das interne Klima sei vergiftet. Lufthansa etwa verweigerte der Gewerkschaft, mit einem Info-Bus vor der Frankfurter Basis zu stehen, schreibt die Zeitung. Man habe vom Hausrecht Gebrauch gemacht und Ufo auf einen angrenzenden Grünstreifen verwiesen, sagte eine LH-Sprecherin. Ufo-Vize Daniel Flohr erklärte hingegen, dass Lufthansa entgegen der bisherigen, mit der Polizei abgestimmten Praxis ihr beanspruchtes Sperrgebiet ausgeweitet habe. Die geplante Informationsveranstaltung wurde abgesagt.

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