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2. September 2020 | 13:24 Uhr
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Mastercard-Studie sieht "erste Anzeichen der Erholung"

Die Auswertung des Kreditkartenunternehmens zu Reiseausgaben in den G20-Ländern zeigt, dass sich der Tourismus in Italien, Russland und Frankreich am schnellsten erholt. Österreich folgt auf Platz vier und Deutschland liegt auf dem fünften Platz.

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Ausgewertet wurden laut Mastercard Daten für Fluggesellschaften und Unterkünfte, aber auch Freizeitaktivitäten wie Restaurantbesuche. Obwohl Italien zu Beginn dieses Jahres ein Schwerpunkt der Pandemie gewesen sei, hätten die ausgeprägte Restaurantkultur und die umfangreiche heimische Tourismusindustrie dazu beigetragen, dass sich Italien schneller erhole als andere Märkte, wie zum Beispiel die USA, Brasilien und Indien, analysieren die Autoren.

Die Weltwirtschaft zeige erste Anzeichen der Erholung und aufkommende Trends, die sich auch in der Entwicklung der Konsumausgaben widerspiegeln, heißt es weiter. Dabei sei im Verbraucherverhalten insbesondere die Verlagerung auf einen kleineren Aktionsradius auffällig, weil die Menschen im Moment verstärkt im eigenen Land reisten und dort auch konsumierten.

Eigene Region wird bevorzugt

Verbraucher setzen laut Mastercard beim Reisen auf lokale Transportmittel. Während der Anteil von Autovermietungen im Hinblick auf die gesamten Transportausgaben im Jahr 2019 noch neun Prozent ausmachte, stieg der Anteil im zweiten Quartal diesen Jahres auf 17 Prozent. In Deutschland und der Schweiz machten Reisen ohne Flugzeug in diesem Jahr etwa drei Viertel der Reiseausgaben in der ersten Augustwoche aus.

Kleinere Hotels sind im Kommen

Reisende entscheiden sich laut der Untersuchung zunehmend für kleinere Boutique-Hotels. So hat die weltweite wirtschaftliche Erholungsrate von kleinen Individualhotels zuletzt die von großen Hotels um mehr als 50 Prozent übertroffen.

Geschäftsreisemarkt weiter am Boden 

Eine Analyse des Kreditkartenunternehmens zu den Ausgaben von privaten Karten im Vergleich zu Geschäftskarten zeigt, dass die Ausgaben für private Flugreisen und Mietwagen höher sind als die von Geschäftsreisen und somit deutlich schneller zur Normalität zurückkehren.

„Es gibt keinen Zweifel daran, dass Menschen gerne reisen. Wir sehen jedoch, dass sich die Art und Weise, wie sie reisen, der aktuellen Situation angepasst hat. Ausgaben für Benzin, Restaurantbesuche oder den Fahrradverleih steigen wieder. Das zeigt, dass die wirtschaftliche Erholung zwar stattfindet, sich aber auf Reisen im eigenen Land und lokale Reiseausgaben konzentriert“, sagt Steve Sadove, Senior Advisor bei Mastercard.

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