Meliá plant 83 neue Hotels mit Fokus auf Luxus
Meliá Hotels International plant einen deutlichen Ausbau seines weltweiten Portfolios. Bis Ende 2027 soll die Zahl der Hotels von derzeit 383 auf 466 steigen. Konzernchef Gabriel Escarrer (Foto) kündigte an, dass Meliá bereits Ende 2026 die Schwelle von 400 Häusern überschreiten werde.
Melia Hotels
Meliá-Chef Gabriel Escarrer plant die Expansion seiner Hotelkette vor allem im Luxussegment
Südafrika: Eine außergewöhnlich verkaufsstarke Destination
Südafrika bietet Reisebüros ein überzeugendes Gesamtpaket: außergewöhnliche Erlebnisse, eine hohe emotionale Bindung und große Vielfalt sowie ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. All das spiegelt die aktuelle internationale Kampagne "Come Find Your Joy – Finde, was dich glücklich macht – in Südafrika", die Reisebüros nun im Verkauf unterstützt. Reise vor9
Die Expansion folge einer selektiven Strategie, kündigt Escarrer an. Meliá richte das Wachstum gezielt auf Premium- und Luxusprodukte aus. Dieses Segment macht nach Angaben des Unternehmens bereits 63 Prozent des Angebots aus. Escarrer betont, man wolle "in dieser selektiven und strategischen Expansion in den attraktivsten und singulärsten Destinationen der Welt weiter wachsen".
Das Jahr 2025 bezeichnete der Konzernchef als sehr erfolgreich. Die finanziellen Ergebnisse hätten die Markterwartungen erfüllt, die Expansionsziele seien sogar übertroffen worden. Meliá unterzeichnete im vergangenen Jahr Verträge für 51 Hotels mit knapp 9.200 Zimmern. Gut die Hälfte dieser Projekte seien bereits eröffnet oder sollen innerhalb von zwölf Monaten in Betrieb gehen, so Escarrer.
Schwerpunkt Europa und Mittelmeer
Der Großteil der neuen Hotels entfällt auf den sogenannten Ferienachsenmarkt. Rund 60 Prozent der neu unterzeichneten Projekte liegen in Europa und im Mittelmeerraum, vor allem in Spanien, Italien, Albanien, Malta und Griechenland sowie in neuen Märkten wie Ungarn und Andorra. Weitere 22 Prozent der Häuser entstehen in Amerika, darunter in Lateinamerika, der Karibik und in den USA. Asien folgt mit einem Anteil von sechs Prozent, unter anderem in Vietnam, Indonesien und Thailand.
Parallel baut Meliá die Marken weiter aus. Neben der Kernmarke Meliá entstünden neue Häuser in Destinationen wie den Malediven, den Seychellen, Bahrain oder Vietnam, sagt der Firmenchef. Die Marke ZEL plane für 2026 Eröffnungen unter anderem in Madrid, Fuerteventura, Kreta und Cozumel. Auch The Meliá Collection wachse weiter, etwa in Mallorca, Cádiz und Lima. Die Marke MiM sei inzwischen in dieses Portfolio integriert.
Neue Märkte, starkes Bekenntnis zu Spanien
Für 2026 sind 28 Hoteleröffnungen geplant, darunter die ersten Meliá-Häuser auf den Malediven und den Seychellen. Gleichzeitig unterstreicht der Konzern sein Engagement im Heimatmarkt. In Spanien sind neue Hotels unter anderem in Estepona, Cádiz, Benalmádena, Granada, Mallorca, Madrid und auf Fuerteventura vorgesehen.
Christian Schmicke