Meliá steigert Gewinn bei geringen Umsatzzuwächsen
Die Meliá-Gruppe hat den Nettogewinn im vergangenen Jahr um knapp ein Viertel auf 200 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz ohne Veräußerungsgewinne stieg um 3,2 Prozent auf gut zwei Milliarden Euro, das operative Ergebnis legte um zwei Prozent auf 545 Millionen Euro zu. Für 2026 plant die Gruppe laut Firmenchef Gabriel Escarrer (Foto) 30 Neueröffnungen.
Melia Hotels
Escarrer spricht von einer "gesunden Normalisierung" des Tourismuswachstums. Trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Spannungen sei die Nachfrage robust geblieben, wenn auch moderater als in den beiden Vorjahren.
Solide Finanzlage und neue Kreditlinie
Die Nettoverschuldung der Meliá-Gruppe lag zum Jahresende bei knapp 779 Millionen Euro. Zur Optimierung der Finanzstruktur hat sie jüngst einen Kredit über 800 Millionen Euro abgeschlossen. Damit will das Unternehmen bestehende Verbindlichkeiten refinanzieren und Laufzeiten bis 2030 verlängern.
Die eigenen Vertriebskanäle steigerten den Umsatz laut Meliá um sieben Prozent. Ihr Anteil an den zentralisierten Verkäufen liege bei knapp 50 Prozent, berichtet der Hotelkonzern. Das Treueprogramm "Meliá Rewards" mit rund 19 Millionen Mitgliedern generiere 86 Prozent der Direktbuchungen. Das Geschäft mit Firmenkunden legte um neun Prozent zu, die Reiseveranstalter erzielten ein Plus von acht Prozent.
Fokus auf Luxus und „Asset Light“
Im vergangenen Jahr unterzeichnete die Gruppe 51 neue Hotelverträge, alle in sogenannten Asset-Light-Strukturen, also ohne Investitionen in Immobilien. 28 Häuser wurden eröffnet. 63 Prozent des operativen Portfolios entfallen inzwischen laut Meliá auf das Luxus- und Premiumsegment, bei den künftigen Eröffnungen seien es 78 Prozent.
Für 2026 kündigt das Unternehmen mindestens 30 Neueröffnungen und 25 weitere Vertragsabschlüsse an. Die Nettokapazität soll um zwei bis drei Prozent wachsen. Besonders im Fokus steht die Marke Zel mit Projekten in Madrid, Kreta, Cozumel und Fuerteventura.
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