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29. November 2019 | 14:45 Uhr
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Oktober bringt kräftiges Buchungsplus für den Winter

Die Sommersaison 2019 endet mit einem kleinen Umsatzwachstum von einem Prozent, das Touristikjahr schließt insgesamt mit plus zwei Prozent ab. Die Winterbuchungen zogen im Oktober im stationären Vertrieb um zwölf und online um drei Prozent an, sagt das touristische Handelspanel von TDA Travel Intelligence.

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Der Oktober lief dank Ersatzbuchungen für Thomas-Cook-Reisen gut, allerdings fehlen in der Bilanz die Stornos

Insgesamt lag das Buchungsplus für den Winter im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat laut TDA bei zehn Prozent. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Buchungen dürfte auf Betroffene der Thomas-Cook-Pleite entfallen sein, die Ersatz für ihre abgesagten Reisen gebucht haben, vermuten die Marktforscher. Was das Gesamtbild in den aktuellen Saisonbilanzen – Sommer wie Winter – dabei verzerre, seien die aus insolvenzrechtlichen Gründen fehlenden Thomas-Cook-Stornos.

Im stationären Vertrieb falle die diesjährige Sommerbilanz mit einem Minus von einem Prozent schwächer aus als im Online-Vertrieb, der seinen Umsatz um sieben Prozent gesteigert habe. Im Endergebnis für das Touristikjahr erreiche der stationäre Vertrieb die „schwarze Null“, der Onlinevertrieb wachse im Umsatz um neun Prozent. Dank üppiger Last Minute-Zuwächse von 33 Prozent könne sich der Reisemonat Oktober auf 8,5 Prozent mehr Umsatz verbessern.

Frühbucher zurückhaltend

Die Frühbucher für den Sommer 2020 seien dagegen im Oktober zurückhaltend gewesen, teilt TDA mit. Sie blieben um zehn Prozent hinter dem Vorjahr zurück (-10 Prozent), so dass der Buchungsmonat Oktober insgesamt mit einem Umsatzplus von drei Prozent abschließe. Als mögliche Erklärungen für die schwache Frühbuchernachfrage nennt TDA eine mögliche Verunsicherung der Verbraucher nach der Thomas-Cook-Pleite sowie das spätere Erscheinen der Kataloge großer Veranstalter, die nach der Cook-Insolvenz noch nachbesserten.

Der meiste bislang erzielte Winterumsatz (53%) entfalle auf die frühen Reisemonate November (+8,0%) und Dezember (+0,2%). Ins Positive gedreht habe sich zum aktuellen Buchungsstand jetzt auch die Umsatzbilanz des Reisemonats Februar (+1,9%). Alle anderen verharrten noch im Minus, das für die späteren Reisemonate März und April 2020 sogar zweistellig ausfalle. Die zumeist zu diesem Zeitpunkt bereits sichtbar anziehende Nachfrage für Osterurlaube fehle, resümieren die Marktforscher von TDA.

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